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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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Es ist den Menschen eigen, dass sie sich gegen äussereFeinde zu schützen suchen. Nicht Mos der Einzelne,sondern auch ganze Völkerschaften suchen diesen Schutz,da durch ihn ihre Sicherheit und Ruhe wesentlich be-dingt ist. Daher waren auch von jeher die meisten Völkerdarauf bedacht, sich in ihren Niederlassungen durch ge-eignete dauernde Vorkehrungen gegen ihre äusseren Feindesicher zu stellen. Nur vereinzelte kriegerische Völker-schaften ohne festen Wohnsitz, die fast täglich ihrenAufenthaltsort wechselten, vertrauten auf ihre Stärke undunterliessen es, zu ihrem Schutze dauernde Befestigungs-anlagen zu errichten.

Doch nicht blos diese Völker, sondern auch die sess-haften, welche ihre Wohnungen entfernt von einander zuerrichten pflegten, mussten sich die Annehmlichkeit desSchutzes durch eine Befestigung versagen, weil die Gren-zen ihres Landes zu ausgedehnt waren, um sie verthei-digen zu können. Wenn auch ihre Wohnungen odereinzelne Theile derselben durch irgend welche Anlagegegen Menschen oder Raubthiere geschützt waren, sokönnen wir sie doch nicht als eigentliche Ortsbefestigungenbetrachten, da ihnen die Gemeinsamkeit fehlte. So langeihre Wohnungen weit auseinander lagen, war eine ge-meinsame Befestigung des Wohnorts unausführbar, weildie Anzahl der Bewohner zur Verteidigung nicht hin-reichte. Erst als die Wohnungen näher zusammen ge-baut und Ortschaften gebildet wurden, konnten für diesegemeinsame Schutzanlagen errichtet werden.

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