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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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Stadt unter Wasser zu setzen, um sie zur Uebergabe zuzwingen. Man hatte ausfindig' gemacht, dass die drei dasaaehener Thal durchfliessende Bäche sowie die ergiebigenThermalquellen sich unterhalb der Stadt vereinigten undvon da abflössen. Dieses Thal, durch zwei Anhöhenbegrenzt, deren eine im St. Salvatorberge, die andere inden Höhenzug bei Burtscheid gipfelt, eignete sichvorzüglich zur Ausführung des Projektes, welches ausge-dacht worden war, um die Stadt zur Uebergabe zuzwingen. ] ) Dieses Projekt bestand in nichts weniger, alsdurch Errichtung eines Dammes das Wasser der dreiBäche zurückzustauen und so die Stadt unter Wasser zusetzen. 2 ) Dasselbe wurde von Wilhelm gutgeheissen unddie Arbeit dazu angeordnet. Es wurde nun an der Stelle,wo die Bäche sich vereinigen, ein Damm von 40 FussHöhe aufgeworfen, 8 ) der, um die Krone auf gleicher Höhezu halten, sich einerseits bis zur Stelle, wo jetzt dasHaus Sandkauistrasse Nr. 36 steht und anderseits bis zudem Punkte, wo die Theater- an die Hochstrasse anstösst,erstrecken musste. Durch diese Dammanlage musste fast dieganze Stadt mit Ausnahme des Marktes und der Jacob-strasse unter Wasser gesetzt werden. Um ein Bild derLage des Dammes sowie der Grösse des überschwemmtenGebietes zu geben, haben wir beides in unserm Planeeingezeichnet und bedeuten die Buchstaben a, b, c, d, e

die Lage des Dammes und die g,

die Grenze des

überschwemmten Stadttheiles. Da durch diese Ueber-schwemmung die östliche Hälfte der Wallmauern derStadt unter Wasser gesetzt war, so musste der Angriffund die Vertheidigung der Stadt sich auf die westliche

i) Meyer, S. 283.

2 ) Wich mann, Erzbischof von Magdeburg, hatte sichim Jahro 1181 dossolbon Mittols bedient, um dio Stadt Haldens-leben einzunehmen. (Moncon, Tom. II, pag. 199).

3) Moor mann, a. a. 0., S. 271.