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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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wurden. Letztere, wissend, dass die Einnahme der Stadtdie Folge des Falles der Aussenwerke sein würde, setztenAlles daran, dieselbe zu halten. Die meisten Kämpfezwischen den Belagerern und Belagerten fanden in dernordwestwärts der Stadt, zwischen dem Lousberg und derAnhöhe am Langen-Thurm, gelegenen Ebene statt. Glück-liche Ausfälle, welche die Bürger machten, brachten denBelagerern vielen Schaden bei und gelang es ersterenzuweilen, sich bei solchen in Besitz neuer Vorräthe zusetzen. Einmal sogar wäre es ihnen bei einem solchenAusfalle fast gelungen, den König Wilhelm zum Gefangenenzu machen, als er eben mit Prälaten und hohen Herrenzu Tafel sass, und nur durch die Tapferkeit des Herzogsvon Brabant und des Grafen von Geldern wurde er gerettet.Der letztere spaltete dem Anführer der Aachener, welcherden König ergreifen wollte, den Kopf, worauf die Aachenersich zurückzogen. ')

Unter Ausfällen und stetigen Kämpfen um die Aussen-werke war ein Monat der Belagerung verstrichen undWilhelm hatte noch wenig Fortschritte gemacht, weil dieAachener ihm kräftig entgegentraten. Es traf eine bedeu-tende Anzahl durch Wilhelm erbetener friesischer Truppen,welche auch das Kreuz genommen hatten, in das Lagerein. Diesen neuen frischen Truppen gelang es, jedoch erstnach grosser Anstrengung, das Vorwerk am Langen-Thurm zu nehmen. Dreimal machten die Aachener einenAusfall, um die verlorene Position zurück zu gewinnen,doch so grimmig sie auch kämpften, die Friesen wusstendas Ausseuwerk zu halten und wiesen jedesmal die Aachenerzurück. Auch das Werk am Pontthor ging den Aachenernverloren. Jetzt, wie dieselben keine Aussenwerke mehrhatten, wurde die Stadt von den Belagerern von allen'Seiten dicht eingeschlossen und die Angriffe auf dieselbe

*) Haagon, Gesch. Acbons, I. 168.