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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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Aachen helfen wollten. ') Eine grosse Menge Leute ausHolland, Seeland und Friesland, welche an die Eroberungdes heiligen Landes mitzuhelfen gelobt hatten, zogen, umso leichter ihr Gelübde zu lösen, hierauf in WilhelmsLager. Die Geistlichkeit verliess die Stadt und ging indas Lager Wilhelms über.

Die eigentliche Belagerung Aachens begann erst EndeApril oder Anfang Mai 1248. 2 ) Inzwischen war die Zahlder im Lager Wilhelms befindlichen Truppen auf 200 000 3 )Mann angewachsen und unter ihnen befanden sich diemeisten weltlichen und geistlichen Fürsten der Umgegend,die alle, wie ihr Feldherr selbst, das Kreuzzeichen trugen. 4 )Unter ihnen war der Herzog von Brabant, Graf Diedrichvon Cleve, Johann von Avennes, Graf von Hennegau,Graf Otto von Geldern, Adolph Graf von Berg, sowie nochviele andere Fürsten. Auch der Erzbischof von Cöln undder Bischof von Lüttich befanden sich während des Som-mers längere Zeit im Lager. Der letztere, welcher auchden Abt von St. Laurent und das ganze Domkapitel beisich führte, stellte Wilhelm zahlreiche Mannschaften zurVerfügung und versah das Lager mit Lebensmittel, dieer aus seinem nahe gelegenen Gebiete herschaffen Hess.Zeitweise befanden sich auch die Bischöfe von Mainz undTrier im Lager, sowie am Schlüsse der Belagerung dieAebte von Cornelimünster und Prüm. Auch war der Adelaus Brabant, der Grafschaft Loos und der Erbländer desKönigs stark vertreten. 5 ) Diesem gewaltigen Heere konntendie Aachener höchstens 8000 Streiter entgegenstellen.

') Math. Piirisius, 742.

2 ) Dio meiston über diese Belagerung Aachens berichtendenGeschichtsschreiber vorsetze« dioselbe auf den 1. Mai.

3 ) Meermann, I, 267. Jedenfalls ist in dieser ZahlAlles, was an Menschen sich im Lager befand, eingerechnet.

*) Math. Parisius, 747, Mantel. Hist. Loos, 193.5 ) Butkons, Trophüos de Brabant, I, 252.