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tliore vor den übrigen Thoren voraus hatten; eine Anlage,welche hier um so nö'thiger erschien, da das ausserhalbdesselben gelegene Terrain ansteigend war. Im Grabenzwischen dem Jacobs- und Königsthor standen zweiEundthürme, von denen der dem Jacobsthor zunächststehende (21) der kleinere war; der dem Königsthor (23)zunächst stehende (22) schützte gleichzeitig auch denEinlauf des J6hannisbacb.es in die Stadt. Das letztereder noch zu erwähnenden Thore, das Königsthor, wareine einfache viereckige Anlage ohne Vorbau.
Hiermit ist unsere Aufzählung der Befestigungswerkeder ersten Umwallung, wie sie ursprünglich geplant undausgeführt wurde, abgeschlossen.
Die Mittel der Verteidigung einer solchermasseh be-festigten Stadt überragten um ein bedeutendes die desAngriffes mit den damals gebräuchlichen, meist noch nachrömischen Mustern gefertigten Kriegsmaschinen. J ) DieUebergabe eines befestigten Ortes wurde meist durch Aus-hungerung erzwungen. Nur durch die während der Kreuz-züge, dieser Kriegsschule des Mittelalters, in Ausführung undAnwendung gekommenen, verbessertenMaschinen und Kriegs-führung, konnte die Einnahme durch Erstürmung erfolgen.
Wir haben in der vorhergegangenen Aufzählung derBefestigungswerke dieselben in der Reihenfolge aufgeführt,wie sie gestanden haben, ohne die Zeit anzugeben, inwelcher sie ausgeführt wurden. Wir sind aber auch meistnicht in der Lage, dies zu thun. Urkundliches Materialüber die ersten Befestigungswerke unserer Stadt scheintliierfür nicht genügend vorhanden zu sein — bis jetztwenigstens ist ein solches nicht zur Veröffentlichung gelangt— und in dem, vielen Geschichtsforschern erschwertenZugang zum städtischen Archiv, kann man sich daher
>) Vergl. Vitruv, Do architoctura Hb. X, Cap. 15 u, 16.V ü g o t i u s, De re militaria. Hb. IV, Cap. 22.