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hierüber keine Gewissheit verschaffen. Geschichtlich theiltMeermann einiges, jedoch nur weniges, mit. Doch dürftefestzustellen sein, dass die von Friedrich I. mit denBürgern vereinbarte Zeit zur Ausführung derselben umein bedeutendes überschritten wurde. ! )
In welcher Weise die Aufführung der Bauten statt-fand, können wir, da wir nur dürftige Mittheilungendarüber besitzen, jetzt nicht mehr mittheilen. Die bereitsfrühzeitig erfolgte Zerstörung derselben, der Abbruchder Thürme und Thore, deren letztes vor fast einemJahrhundert der Erde gleich gemacht wurde, aber auchder Umstand, dass für deren bildliche oder schriftliche Auf-zeichnung vor ihrem Abbruch nicht das Mindeste geschehenist, haben eine nähere Kenntniss derselben unmöglichgemacht. Waren sie auch überflüssig geworden, so hättedie Stadt, die im 17. und 18. Jahrhundert so manchesfür ihre Geschichte gethan, auch diese ihre erste Befesti-gung, durch eingehende Zeichnung und Beschreibung unswenigstens bildlich erhalten können.
Noch bevor die Befestigung vollendet war, hatte dieStadt eine Belagerung auszuhalten. Nach dem Tode desKaisers Heinrich VI., im Jahre 1197, stritt sein BruderPhilipp von Schwaben, Barbarossa's jüngster Sohn, mitOtto von Braunschweig, Sohn Heinrichs des Löwen, umdie Kaiserkrone. In dem entstandenen Parteikampfe tratAachen auf die Seite des Staufers Philipp, der vom Jahre1187 bis 1193 Probst an der hiesigen Münsterkirchewar, und den die Aachener als einen liebenswürdigen undfreigebigen Fürsten kannten. 2 ) Derselbe, im Besitz derReichsinsignien, hatte sich bereits in Mainz krönen lassen.
!) Vergl. Rh oon, zur Bofestigmigsfrago, Erwiderung aufdon vom Archivar Pick, am 21. Juni 1888, in der Monatsvors.des Aach. Gescli.-Ver. gehaltenen Vortrag, S. 11 f.
-) Winkelmann, Gesch. Philipps von Schwaben undOtto IV. von Braunschweig, S. 15.