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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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wurde und wodurch eine ausreichendere VertKeifligütighervorgebracht wurde, als durch Thürme. Das grössteThor der Mittelstadt war das Cölnthor (9). Es gehörte zuden vier Hauptthoren, war viereckig angelegt und wiesstarke Mauern auf. Da an der Stelle des Cölnthores derGraben breiter angelegt war als an den anderen Thoren,so musste dementsprechend auch die Brücke längerwerden. Das in der Nische an der äussern Seite desinnern Thorbaues befindliche Bild der Gottesmutter genossbei den Bürgern der Stadt eine hohe Verehrung, die auchin späteren Zeiten noch anhielt. J ) In dem Graben (10)zwischen dem Cöln- und Bestederthor waren bei Aus-schachtung desselben warme Quellen zu Tage getreten,über welchen kurze Zeit nachher Badehäuser errichtetwurden, die bereits im Jahre 1226 urkundlich vorkommen, 2 )und wodurch der Graben an dieser Stelle nicht zur verthei-digungsgemässen Ausführung kam. Der von diesen Bade-hänsern ab südwärts bis zum Bestederthor (12) sicherstreckende Theil des Grabens (11) war jedoch entsprechendhergestellt und mit Wasser gefüllt. Das Bestederthor, nureinen Thorbau aufweisend, scheint in seiner Anlage unbe-deutend gewesen zu sein und hauptsächlich nur zum Ein-und Ausgang für Fussgänger oder leichteres Fuhrwerkgedient zu haben, da die damals kaum entstandene, querdavor liegende Peterstrasse eine grössere Verkehrsanlagenicht erheischt haben wird. Der Uebergang über den vordemselben sich vorbeiziehenden Graben wurde durch eineFallbrücke bewerkstelligt. Der eigenthümliche dunkeleName dieses Thores mag ursprünglich wohl Posterchen(kleines Thor) gewesen sein, das durch Corruption inBestederthor überging; die nachweislich vor diesem Thor

!) Quix, hist. - typogr. Boschr. der Stadt Achon, S. 187,Anm. 33.

2 ) Lacomblüt, Urkundenbuch, II. Band, Urk. 141.