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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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Das Pontthor (6), welches diese Strecke ab schloss, warein Hauptthor und durch seine Anlage, seinen Vorbau undseine starken Mauern eins der grössten und stärksten derStadt; es entsprach im Allgemeinen den oben ange-gebenen Andeutungen über Thore.

Wir haben auch oben bereits bei der Besprechungder Trace der Befestigung das eigentümliche Verhältnisserwähnt, welches durch die Lage des Hauses Punt ent-standen war, und auch gesagt, dass an der scharfen Ecke,welche durch dasselbe sich gebildet, ein runder Thurm (7)errichtet wurde. Von diesem Thurme ab, welcher als Eck-thurm ziemlich stark angelegt sein musste, setzte sichder Graben nebst der Wallung fort bis zum Neuthor (8).Q u i x nimmt an '), dass dieses Thor später in die Be-festigung eingefügt wurde, weil hierdurch eine Ver-kürzung des Weges zur Wallfahrtskirche auf dem Sal-vatorberge bewirkt worden sei. Wir können uns dieserAnnahme nicht anschliessen, weil in der Strecke von demoben gedachten Rundthurm ab bis zum Cölnthor (9) einweiterer Befestigungsaufbau sich nicht vorfindet, doch aufderselben ein solcher erforderlieh war, dass aber auch diedamals bedeutende Strasse, die dem Johannisbach entlangangelegt war, ein Thor erforderte. Das Neuthor warviereckig, "wenn auch in kleineren Dimensionen angelegt.Bei der Verteidigung hatte es auch die Aufgabe, denunter demselben durchfliessenden Johannisbach zu schützenund zu verhindern, dass der Feind durch denselben sichin die Stadt schleiche.

Vom Neuthor ab bis zum Cölnthor war der Graben mitWasser gefüllt, welches dem Johannisbach entnommen

1) Gösch, dor Stadt Aachen I. Th. S. 31. Die Annahmevon Quix scheint durch die Bezeichnung „Neuthor" hervor-gerufen worden zu sein. Yorgl. betreffs dieses Thoros : Rhoen,die ältere Topographie der Stadt Aachen, S. 45, Anm. ;i.