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Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen
Entstehung
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anzulegenden Pontthor (6) ')das Haus der Herren von Punt, (7)die spätere Deutschordens-Commende, gelegen hätte, demeine besondere Berücksichtigung zugewendet werden musste.Hätte man nämlich in der vorher angegebenen Weise dieBefestigungstrace vom Thurm (5) bis zum Neuthor (8) gezo-gen, so würde dieses Haus fast dicht vor der Umwallunggelegen und bei einer eventuellen Belagerung dem Feindeeinen festen Angriffspunkt geboten haben, welcher derStadt äusserst gefährlich geworden wäre. Unter Berück-sichtigung dieser Umstände fand man es angemessen,dieses Haus in die Befestigung hineinzuziehen, in derWeise, dass die äussere Mauer des Gebäudes als Wall-mauer diente, vor welcher der Graben durchgezogen wurde.Die so umgangene Schwierigkeit war die Veranlassung,dass sich an der Stelle, wo das Drischergässchen und derHirschgraben aneinanderstossen, eine scharfe Ecke bildete,ein Uebelstand, welcher bei Befestigungsanlagen möglichstvermieden werden, hier aber die Errichtung eines starkenrunden Eckthurmes (7) zur Folge haben musste.

Die eingebogene Linie, welche die Befestigungstracevom Drischergässchen ab bis zum Kölnthor (9) bildete, warlediglich durch die höhere Terrainlage, welche jetzt durchden Pont- und Bergdrisch eingenommen wird, bedingt.Näher bei der Wallmauer liegend, würde diese höhereLage dem Feinde nicht unbedeutende Vortheile gebotenhaben, welches seitens der Stadt umgangen werden musste.Zur Bestimmung dieser Linie war wiederum das Köln-thor maassgebend, dessen Lage durch die bis an das-selbe errichteten Häuser der Kölnstrasse festgestellt war,und das an dieser Stelle errichtet werden musste, umdiese Häuser nicht von der Stadt auszuschliessen. Vom

l ) Die in Klammern (—) eingeschlossenen Zahlon beziehensieh auf den boigegebenen Situationsplan der Befestigurigs-worko.