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Ueber zwei Fälle von Hemicephalie
Entstehung
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In einem von Bellouard beschriebenen Falleerstreckt sich die Spaltung bis zum Ende der Dorsal-wirbelsäule. Das Rückenmark war nur in der Lenden-gegend vorhanden, entsprechend dem von hier beginnen-den Wirbelkanal, nach oben zu liegt statt dessen ein-fach eine Membran auf der hintern Seite der Wirbel.An diese Membran heran erstreckten sich die vorderenZweige der vom Rücken ausgehenden Nerven vollkommenentwickelt.

Sarvey berichtet über eine Missbildung dieserArt, bei welcher der Inhalt des Wirbelkanals aus einemhäutigen Gylinder bestand, in welchen ein sehr dünnerStrang von weicher grau-rötlicher Substanz, das Rücken-mark, eingeschlossen war. Die peripheren Nerven warensowohl makroskopisch wie mikroskopisch markhaltig.

Wenn nun sowohl auch die beiden von mir be-schriebenen Hemicephalen als auch andere zeigen, dassbei diesen Missbildungen die peripheren Nerven und dieNervenwurzeln vollkommen normal sind, so lehren unsdie Fälle von Rossi und Klein, dass die Rücken-marksnerven nicht allein nicht markhaltig sein, sondernüberhaupt ganz fehlen können.

Es fragt sich nun, wie und wann ist diese Miss-bildung entstanden. Die Lehre von den Missbildungenist von der Entwicklungsgeschichte abhängig. So langedaher letztere unbekannt war, oder nur auf Hypothesenberuhte, musste auch die Erklärung der Missbildungeneine rein hypothetische sein. Gestützt auf die Lehrevon Swammerdam, nach welcher das Eierstockeider Menschen und der Säugetiere das nachherige Wesenvollständig ausgebildet, aber en miniature enthält, undnur die Befruchtung notwendig hat, um dasselbe zurEntfaltung und weitern Entwicklung zu bringen, sinddie beiden Theorien von Winslovv und Lemery,