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welche zuerst die Missbildungen wissenschaftlich behan-delten, leicht verständlich. Winslow nahm eine ab-norme Beschaffenheit des Ovulums an, wodurch diespäter entstehende Anomalie die natürliche Folge eines vonAnfang an verbildeten Keimes sein musste. Lemeryverwarf die primäre Keimanomalie und machte die Ent-stehung der Missbildungen von mechanischen Einflüssenim Entwicklungsgange normaler Embryonen abhängig.
Selbstverständlich verloren diese Theorien ihrenBoden mit dem Bekanntwerden der Besultate exakterembryologischer Forschungen. Die alte Seh warn mer-dam ' sehe Anschauung musste der Wolf sehen TheorieGenerationis und seiner Lehre von der Epigeneseweichen. Die fortgesetzten Arbeiten auf dem Gebieteder Embryologie führte zu neuen Entdeckungen und eserhielt die Entwicklungsgeschichte eine feste anatomischsichere Unterlage.
Diese Errungenschaften der Embryologen zogensich die Teratologen zu Nutze, und so mussten denFortschritten der Embryologie diejenigen der Teratologienotwendig folgen.
Da also nach diesen Erörterungen die Aetiologieder Missbildungen nur durch die Entwicklungsgeschichteder ihr zu Grunde liegenden normalen Bildungen klarund verständlich wird, so muss der Besprechung derätiologischen Momente der vorliegenden Anencephaliedie Entwicklungsgeschichte des diese Ahnormität auf-weisenden Gentrainervensystems notwendiger Weise vor-angehen.
Die Uranlage des Gentralnervensystens ist die Me-dullarplatte. Sie entwickelt sich aus der tiefern medi-alen Schicht des Ektoderms, bildet bald eine seichtelongitudinal verlaufende und nach hinten offene Binne(Primitivstreifen und Bückenfurche) und zwei diese
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