■■M
<f
Der Rhein und seine Funktionen in der Geschichte.
25
zosen jener Tage, heute reden sie den Bewohnern derLandschaften zu und suchen sie auszuspielen gegen dieEinheit und gegen die stärkeren Staaten. Die Zwie-tracht der Deutschen war stets die Vor-bedingung für das weitere VordringenFrankreichs.
Für das Rheingebiet ist aber noch folgendes einstcharakteristisch gewesen: sein Verhältnis zum Hausgutedes Kaisers. Doch da ein kleiner Umwegf Eine fran-zösische Geschichtsauffassung, wie sie namentlich vonHanotaux vertreten wird, sieht in den Rheinlanden wie inden burgundischen Gebieten im 15. Jahrhundert einpolitisch unter dem Einflüsse des burgundischen Hausesgeeintes Kulturgebiet, dem er die grössten Erfindungen ein-räumt: die des Pulvers, der Buchdruckerei und der Oel-malerei. In dieser Theorie stecken ganz ernste Gefahrenund zugleich schwere Irrtümer. Das Rheingebiet, wie es1Q14 deutsch war, umfasste nur ganz unwesentliche Stückedes einstigen grossen burgundischen Besitzes. Das burgun-dische Machtgebiet lief westlich davon von der Zuiderseebis zur Franche Comte (dazwischen Herzogtum Lothrin-gen), aus den nördlichste Provinzen wurden die Nieder-lande und Belgien, aus den südlichen Gebieten französischeDepartements. Ih-das östliche deutsche Gebiet das rheinischeim engeren Sinn zwischen Burgund und Rhein hat Karl derKühne zweimal eingegTiffen. Die Breisacher aber erwehr-ten sich ihres Landvogtes Peter von Hagenbach, und derstolze Herzog selbst konnte die heldenmütig verteidigteStadt Neuss- nicht bezwingen. Es ist unwahr, dass, wie
II
- mumm .
Kraff5Bgj5fiK5j8KSS3SE
■^^