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früher oder später kommen müsse. Und esstand im Zeitalter der Hugenottenkriege unddes niederländischen Freiheitskampfes ebensoausser Zweifel, dass die deutsche Frage nichtohne die angerufene oder freiwillige Ein-mischung des Auslands gelöst werden könne.Neben den Phantasiegebilden angeblicher ka-tholischer oder protestantischer Ausrottungs-bündnisse, wie sie in dieser schwülen Atmo-sphäre fortwährend aufstiegen*), lassen sichschon seit den Jahren 1558 und 1559 die ernst-haften Ansätze zu konfessionellen Schutz Ver-einigungen verfolgen 2 ). Es hat lange gedauert,bis die protestantische Union und die katho-lische Liga wirklich ins Leben traten. Einerücksichtslose protestantische Aktionspolitik,wie sie zuerst der alternde Philipp von Hessenund nach ihm die*reformierten Kurpfälzer ver-traten, wurde eben durch die neue konfes-sionelle Spaltung unter den Evangelischenselbst wesentlich erschwert. Namentlich dieVerbindung mit dem Ausland stiess nicht nurbei den konservativen und friedensseligen Ele-menten unter den Lutheranern, sondern auchbei den Fürsprechern einer innerdeutschen
i) Vgl. den Exkurs „über gefälschte Nachrichten"bei Heidenhain, Die Unionspolitik Landgraf Philippsvon Hessen (1890), S. 461 ff.
3 ) Vgl. ebd. 3. 46 ff.; 70 ff.; Ritter, Deutsche Gesch.im Zeitalter der Gegenreformation I (1889), 228 ff.; überMelanchthons unbedingt ablehnende Haltung Heiden-hain S. 1221.
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