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Blick richtete sich auf Dänemark und Preussen,auf Ungarn und Polen, auf die Schweiz undVenedig, vor allem natürlich auf Frankreich.Schon im März 1528 bot sich Franz I. seinem,,geliebtesten Freund, Verwandten und Bundes-genossen" als Helfer an 1 ). Die nämlichendeutschen Fürsten, die sich längst gewöhnthatten, die „viehische Servitut" der französi-schen Monarchie als abschreckendes Beispielim Mund zu führen, lebten doch der Über-zeugung, dass sie ihre eigene Autonomie ohnediesen bewährten Rückhalt nicht würden be-haupten können. Der junge französische Ab-solutismus sollte gegen eine Übertragung seineseigenen Systems auf das deutsche Reich pro-testieren, der allerchristlichste König, der inseinem Machtgebiet die Ketzer verbrannte,jenseits seiner Grenzen als der Schirmherrdes Evangeliums auftreten. Ich brauche nichtauszuführen, wie vortrefflich diese Rechnungmit der Grossmachtspolitik Frankreichs über-einstimmte, die kein Bedenken trug gegen denhabsburgischen Imperialismus selbst mit denTürken zusammen zu gehen. Und der Sultanstand auch wirklich im Hintergrund, als 1532gegen das Haus Österreich jene Allianz Frank-reichs mit den Häuptern der beiden deutschenReligionsparteien geschlossen wurde, mit denSchmalkaldenern Sachsen und Hessen und mitden erzkatholischen Baiern, die nach der
!) Forschungen zur deutschen Gesch. XVI, 5f.