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lutismus seinen Schatten voraus. Wie dieitalienischen T}Tannen des XV. Jahrhundertsmit den Bezeichnungen Caesar und Imperiumzu spielen liebten, so griffen schon damalsdeutsche Fürsten nach dem höchsten welt-lichen Titel der Majestät. Und das geflügelteWort, dass jeder Herr Kaiser sei in seinemLand, wird noch weit überboten durch dieklassische Äusserung: „Wenn Gott nicht Gottwäre, wer sollte billiger Gott sein denn unserHerr von Würtemberg?" 1 )
In einem Reich, das sich dergestalt ineine Fürstenrepublik umzuwandeln drohte,musste der föderative Gedanke als die einzigenoch mögliche Gewähr des Fortbestandesnutzbar gemacht werden. Neben den wech-selnden Einungen der einzelnen ständischenGruppen, der Fürsten, des Adels, der Städtewurde vor allem die Genossenschaft der Kur-fürsten, der Kurverein, zu einer förmlichenReichsinstitution, die gelegentlich als Helferin,öfter als Beherrscherin dem Kaisertum andie Seite trat. Und das Kaisertum selbsthat mehr als einmal den Versuch gemacht,seine monarchische Gewalt unter der Ver-
hicr auf die Hemmungen einzugehen, die der Entwicklungdes fürstlichen Bündnisrechts von Seiten der Landständeerwachsen sind.
*) Job. Agricola, Sybenhundert vnd FünfftzigTeütscher Sprichwörter (Ausgabe Hagenau 1534), no. 115.Bezieht sich auf den ersten Herzog Eberhard.