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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Plutarcks scharfsinnige Bemerkungen. zc>l

angenehmste für unsern Magen; indessen, wenn wirschmachtenden Durst erleiden, von Geschäften ganzer«müdet, oder von angestrengtem Nachdenken an Kräf»ten erschöpft, oder mit einer Fieberhitze geplagt sind,wirt>blos ein Glas warmes Wasser allein, oder nur micein wenig Wein vermischt, uns mehr starken, alsder ungemischte Wein für sich thun kann, welcher,vermöge seiner natürlichen Wirksamkeit und Hitzemachenden Eigenschaft, unsre krankhaste Verfassungnoch mehr erregen würde, da wir sie doch im Gegen-theil durch die lindernde und kühlende Wirkung desWassers vielmehr besänftigen sollten *).

Der dritte zur Erhaltung der Gesundheit so sehrnöthige Umstand ist dieser, daß wir doch eine solcheKenntniß von unsrer Constitution haben, genau zuwissen, was uns vollkommen zuträglich oder unsrerNatur zuwider ist. Es wird erzahlt, daß der Kai«ser Tiberius gesagt habe, es sey für jeden Men-schen, der über sechzig Jahre alt wäre, beschämend,wenn er sich vom Arzte den Puls fühlen ließe; diesenAusdruck könnte man für wunderlich und spöttisch

hat«

») Hierin wird man aber gewiß keinen Fehler begehn,wenn man an Statt des bloßen warmen Wasser«,«in paar Tassen recht feinen Thee, mit etwas Citron«fast und hinlänqlicher Menge von Zucker und ein welnig guten säuerlichen Wein vermischt, trinken will.Dieß Getränke ist angenehm, lischt den Durst, be<fördert die Ausdünstung, lindert die trockne Hitze, undhebt zugleich die Anlüge zur Stockung der Säfte,welche insgemein den ersten Anl«ß zu wichtigen Fieber«krantheiten macht.

Anm. des Uebers.