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'5. Abschnitt.
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U
Obgleich die Wollust als eine Zerstörerinn deswahren Vergnügens angesehen werden könnte; soist deshalb gleichwohl nicht eine ganz übermäßigskrupulöse lind äußerst strenge Enthaltsamkeit von die«ser Verrichtung zu empfehlen; denn dadurch würdeder Körper vielen Gefahren von Krankheiten ausge,setzt, der Geist niedergeschlagen, und der Menschüberhaupt zur Arbeit sowohl als zum Vergnügenunaulgelegt; er wird furchtsam, argwöhnisch, undalle Welt eines bösen Anschlages wider ihn in Ver<dachte haben, wodurch er verhindert wird, irgendei-ne Handlung mit rechter Entschlossenheit und dem ge«hörigen Muthe zu unternehmen '').
Wir müssen auch' in diesem Stücke die Mittel-siraße zwischen den zwei Auswegen zu nehmen su-chen, und, gleich klugen Schiffern, weder unsre Se-gel bei gutem Wetter zu sehr einziehen, noch bei
einem Sturme zu weit ausspannen.
Und
») Hierunter will der Verfasser eine Art von trauri«yem Wahnsinn verstanden wissen, der aus Ueber.Häufung der Saamenfeuchtigteiten entstehen sell:allein die Natur nimmt gemeiniglich den Ausweg,durch nächtlich? Pollutionen sich von dem Ue>berfiuß des Saamens zu entschütten, und also mich«te wohl schwerlich dal)er eine solche Schwermutherfolgen. Indessen tonnen wohl sehr wollüstigePersonen, wenn sie wirklich großen Ueberfiuß anSaamen haben, und ihre Begierden zu stillen nichtGelegenheit hatten, in eine verliebte Wulh gera<then Bei dem andern Geschlechte pflegt dieserZufall eben nicht selten sich zu ereignen.
Anm. des Uebers.