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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Plutarchs scharfsinnige Bemerkungen. 295

und ohne diese auch gar kein Vergnügen genossenwerden kann. Wie hoch sind wohl die größtenDelikatessen gegen einen kranken Magen anzuschla.gen ? ist nicht eine unverdorbne Eßlust so gut, alsdie allervortrestichste Zurichtung einer Speise selbst zuachten?

Sind gleich große Ermüdung, Hitze und Kaltefür Fieber erweckende Dinge zu halten, so i könnenwir doch so viel wahrnehmen, daß diese äußerlicheUrsachen selten solche Krankheiten verursachen, wennsie Personen anfallen, die frei von jeder Anhäufungder Säfte sind. Es ist hier diejenige Ueberladungzu verstehen, welche den Körper in hartnackige Krank,heiten stürzt; eben wie ein stinkender Sumpf, der,wenn er durch äußerliche Ursachen bewegt wird, dieliist und alles, was ihm nahe kömmt, zu verderbenpflegt.

Hippokrates sagt:Eine von freien Stü-cken sich einsindende Schwere und Müdigkeit desKörpers, verkündigt eine annähernde Krankheit."Und wo soll diese Schwere anders herkommen, alsvon einer Anhäufung der Safte, welche aufdieNer«ven drückt?

Es ist daher ganz widersinnig, wenn einige, umdiese Müdigkeit zu Heden, nun destomehr essen undtrinken wollen, da doch im Gegentheil die eigentlicheKur dieses Zustandes auf Enthaltsamkeit und Bewe«gung ankömmt.

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