Plutarchs scharfsinnige Bemerkungen. 293
Eine andre gute Bemerkung ist diese, daß wir ingesunden T.'gen bisweilen auch eine ganz einfache,unschmackhafte Krankenkost uns sollen gefallen lassen,an die wir uns dann in kranken Umständen ganz alleinhalten müssen, damit wir nicht, wenn die Nothwen-digkeit erfordert, uns derselben zu bedienen, gleichunartigen Kindern uns vor dem Anblicke solcher Din-ge entsetzen, und ihrem Gebrauche widerstehen; undaus eben diesem Grunde müssen wir bisweilen Wassertrinken, wenn wir gleich Wein haben könnten, weiles in gewissen Krankheiten zuträglich ist, blos Was.ser zu trinken; kurz, uns so gewöhnen, nur immer dasallein hoch zu schätzen, was sich mit der Gesundheitverträgt und ihr zu Statten kömmt; wir sollen nichtglauben, daß es nun um uns geschehen sey, wennuns eine simple und rohe Kost vorgesetzt wird. Je-ner Weise unter den Alten sagte ganz recht: erwäh»le nur die iebensart, welche die vernünftigste ist, dieGewohnheit wird sie Nut der Zeit dir auch geläufigmachen.
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Eine
wenn <r ein wollenes Kamisol auf der bloßen Hauttrögt, oder in der ersten halben Stunde ein derglci/che» Kleidungsstück anzieht, keine Gefahr laufen,Scbnupfen, Katarrh, oder Wsse zu bekommen; undKindern, die am Zweiwuchse krank sind, wird lag»lich ein frische? mit Bernstein durchräuchertes, ange,zogene« Flanellhemdchen nebst übrioer schicklicher Diätund kalten Bädern die allervortrefiichsten Dienste thun
Anm. des Uebers.