Druckschrift 
Diätetik vorzüglich für Studierende
Seite
239
Einzelbild herunterladen
 

Von der Anfüllung und Ausleerung. 259

Fünftes Kapitel.Von der Anfüllung und Ausleerung.

Man könnte sagen, die ganze Kunst, die Gesund«heit zu erhalten, bestünde blos darin, daß man nurdas im Körper Ermangelnde zu ersetzen, und dasUeberfiüßige aus ihm fortzuschaffen wisse, damit der-selbe immer in seinem natürlichen Zustande erhaltenwürde; daher denn auch aller Ersatz durch Essen undTrinken, und alle Ausleerungen durch Schweiß unddie andern Arten der Abführungen, in solcher Ord«nung gehalten werden müßten, daß der Körper durchAnfüllung nicht möge überladen, noch durch Auslee.rung abgezehrt werden. Von diesen Beiden ist im«mer eines des andern Kur: denn jeder Fehler in Ue»berfüllung wird durch eine zur rechten Zeit ange«wandte Ausleerung, und jede unmäßige Ausleerung,wenn sie nicht bis zum größten Exceß getrieben wor«den ist, durch eine graduelle und in ihrer Art schick-liche Anfüllung, in ihren schädlichen Folgen ge«hindert.

Hat irgend eine Anfüllung sich zn sehr gehaust,so erfordert dieselbe auch eine besondre und den Aerz»ten wohl bekannte schickliche Ausleerung. EineUebernehmung oder zu starke Anfüllung mit Speisenund Getränken erfordert ein Brechmittel oder eine Ver»meidung einiger Mahlzeiten. Zu große Anhäufungdes Blutes, verlangt ohnverzügliche Ausleerung des«

selben.