Vom Schlaft und Wachen. 257
tsnnte Regel seyn, daß, je schwächet sich jemand be»findet, desiomehr er dem Schlafe nachgeben muß,je nachdem er durch denselben gestärkt wird»
Ein mäßiger Schlaf vermehrt die Ausdünstung,befordert die Verdauung, belebt den Körper undmacht guten Humeur.
Diejenigen, deren Schlaf durch ganz leichte Ur«fachen unterbrochen wird, müssen sich warm und ganzruhig im Bette halten, die Augen schließen, rmdsich nicht hin und her werfen, oder sich bald aufdicse,bald auf die andre Seite legen, so werden solche Per»sonen desto gewisser zu einem gesunden und ruhiger«Schlafe gelangen.
lange in den Tag hinein schlafen, und die ange-nehmen Morgenstunden im Bette zubringen, unddagegen späte in die Nacht aufbleiben, ist doch im«mer wider die natürliche Ordnung und für den Kör.per und die Gesundheit nachtheilig gehandelt.Diejenigen, welche dieß blos, um die Mode mitzuma»chen, thun, mögen sich auch nicht beklagen, wenn sie
nach
auf einmal zu thun hätte, bestimmen wollte. Der«jenige gesunde Mensch, der beim ersten Erwachen ein«völlige Munterkeit des Geistes und Körper« ver-spürt , der hat gerade die rechte Zeit des Schlafes ge>troffen, und die Gewohnheit, dann aufzustehn, wirdihn alle Morgen um die nämliche Zeit erwecken, ihmwohl bekommen, und ihn bis ins höh» Alter munterund gesund erhalten.
Anm. des Uebers.
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