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iz2 Z.Abschnitt. 4.Hauptstück.
6)imedes zeichnete eben zu der Zeit geruhig seinemathematischen Risse, als der Feind bereits durchsein Vaterland mit Feuer und Schwert nach Syra»kus kam. Der Franzose, Franziscus Vieta,Erfindet der herrlichen Wissenschaft Algebra, blieböfters drei Tage und Nachte ohne Speise und Trankin seinen mathematischen Untersuchungen ganz versun»ken auf einer Stelle sitzen. Es sage mir jemand,ob irgend ein Vergnügen in der Welt seine Günstlin-ge auf eine solche Art unterhalten kann?
Diejenigen, welche, um andre zu unterrichten,trockne Studien treiben, müssen dornigte Wege b>treten. Doch aber bringet dieß dürre iand, wennes durch ihre Bemühungen fruchtbar gemacht wird,angenehme Blumen. Jeder neue Gedanke, welchersie rührt, ist ein Gegenstand des Triumphs für dieVorstellungskraft. Mit der Frucht des Geistes ver.halt es sich gegen die der Natur, gerade umgekehrt.
Ihre Empfangniß geschieht mit Beschwer«lichkeit, ihre Geburt aber geht mit Vergnü»gen vor sich. Die Glückseligkeit der Schriftstellerbesteht in der Meinung, daß alles, was ihnen auf.fallend scheint, die ganze Welt vergnügen soll, siemögen nun ihre Werke lesen oder von dem iehrstuhle«der der Kanzel anhören. Sie bewundern in jedemFederzuge bei ihren Aufsähen eine glückliche Fruchtihres Verstandes, welche sie die bei deren Erzeugungangewendeten mühsamen Beschäftigungen wiedervergessen laßt.
Der