Ermunterung für Gelehrte und Studierende, izi
lehrtesten Männern der Vorzeit unterhalten, und de»ren Gesellschaft genießen, indem wir ihre Schriftenlesen?
Wenn uns ein geschickter artiger Mann so sehrdurch seinen Umgang unterhalten kann, wie vielmehrsollen das also nicht so viele vortrefiiche Schriftstellerthun können, die wir in einer Bibliothek beisammenantreffen. Was für Reiz! die Geschichte aller ver»gangenen Zeiten, die Beschreibung aller iänder unddie Darstellung des Sternhimmels muß dem Philo»sophen in seiner Nachforschung der vergänglichen Na»tur die größte Zufriedenheit gewähren! Wie reich«haltig muß nicht das Vergnügen für den Gottesgelehr-ten seyn, welcher in den Schriften der göttlichen Offenba»rung die Geheimnisse der Gnade unsers Gottes entdeckt!Und ob es gleich ausgemacht ist, daß wir bei vielenGegenständen die ersten Gründe, von denen sie ab»hängen, nicht entdecken, oder ihren Endzweck nichtbestimmen können; so wird doch der Verstand mit ei«nem freudigen Verlangen, diese scharfsinnigen Räson«nements zu verfolgen, fortgerissen, durch welche soviele Männer von erhabnen Talenten ihre Nachfor-schungen weiter getrieben haben. Diese Vortheilesind vorzüglich durch die mathematischen Studien zuerlangen, welche allzeit zur Vermehrung und Ver-gewisserung der Wahrheiten das Meiste beitragen.
Eben daher entsieht die Erstase, die sich derjeni»gen bemeistert, welche dieses Studium treiben. Ar»
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