Il8 2. Abschnitt. 10. Hauptstück..
Wein ül'er hohe Gebirge qeführt, so ist die unMittel«bare Ursache seiner Aokalcimg der auf ihren Bodenliegende Schnee, uno zugleich die außerstkalle daselbstbefindliche Atmosphäre, gerade wie in einem Gefäßeder Schnee die Theile desselben abkühlet, welche dieFlüßigkeit unmittelbar berührn.
Quellen und Flüsse, welche aus hohen Gebirgenherankommen, entspringen gemeiniglich von zerschmol»zenen Schnee, der in die Tiefen der Erde gedrungenist, ohne daß hernach in dem daraus entstandenenWasser, wenn es auf seinem iaufe durch die Thalerwieder erwärmt worden ist, sich nur irgends eine übleEigenschaft entdecken ließe.
Die Eintheilung hier machen zu wollen und zusagen, daß das Gefrieren des Einen natürlich, desAndern aber künstlich sey, ist hier nicht anwendbar:denn nichts ist künstlich außer der Anwendung desSchnees, woraus keine üble Wirkung auf die Flüs-sigkeit entstehen kann. Jedoch wenn man auch so.gar annehmen wollte, diese Kälte wäre als eine großeund heftige Wirkung auf das Wasser, welche seineBeschaffenheit verändre, zu betrachten , so wäre dochdas Kochen desselben weit heftiger, und dennoch wirdes, wenn man es nur ganz ohne fremde Beimischungthut, nie verdorben werden.
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