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Diätetik vorzüglich für Studierende
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wO 2. Abschnitt. 8. Hauptstück.

gen, daß er Erkaltungen und Flüjse hervorbringe.Indessen hab' ich doch viele Personen gesunden, diesich bei vollkommener guter Gesundheit befanden, welcheallzeit eine oder zwei Stunden nach Tische schliefen.Die meisten Ordensleute befolgen diese Gewohnheit,und ich kann nicht sehen, daß sie sich in einem schlim-mern Gesundheitszustande, als diej iaienbrüder, be>fanden. Oefters, wenn ich zur Sommerszeit ge»arbeitet hatte, und, um die Hitze zu vermeiden, sehrfrüh aufgestanden war, habe ich nach dem Mittags,essen zwei bis drei Stunden geschlafen, ohne den aller,geringsten Nachtheil davon zu erleiden.

Viele sagen, daß sie allezeit nach einem solchenMittagsschlaf Kopsschmerz empfänden : allein in die.sem Stück betrügt uns unsre Erfahrung, wie in vie,len andern Dingen, indem wir für die Ursache an»nehmen, was doch nur die Wirkung ist. Der Kopf«schmerz entsieht nicht von dem zu vielen Schlafe,sondern der zu viele Schlaf vom Kopsschmerz. Dasschwere Gewicht der Dünste aufdie Gehirnsibern verur»sacht einen tiefen Schlaf, und der daher entstandeneDruck dauert auch nach dem Erwcchen noch fort, bisnach und nach der Kopf wieder heiter wird.

Dieß erweiset sich daraus, weil wir in dem Fall,wenn wir nach Tische schlafen, um den Mangel desSchlafs von vorhergehender Nacht zu ersetzen, keineKopfschmerzen bekommen, welches doch erfolgenmüßte, wenn es blos an der Zeit gelegen wäre.

Zum