98 2. Abschnitt. y.Hauptsiück.
von diesen ieuten zur Schwelgerei geneigt, welcheman ihren wahren Krankheiten zuzuschreiben hat, in,dem diese die Harmonie, die von der Natur sonstnach den Bedürfnissen der Nahrung in unsern Appe»tit gelegt ist, unterdrücken.
In solchem Falle, müss<n sie sehr mäßig seyn,und wirklich Hunger und Durst ertragen, wiewohldiese Unbequemlichkeit oder Beschwerde nicht langezu dauern pfiegt, indem die Enthaltsamkeit diejeni-gen Säfte, welche diese fehlerhaste Eßlusi erregte,verzehrt.
In Rücksicht auf die Eintheilung unsrer Mahl,zeiten, nämlich in ein Mittags, und Abendessen,wird noch unter den Aerzten gestritten, welches unterBeiden am gesundesten sey. Einige sagen, mansollte das Meiste zu Mittage essen, andre hingegenwollen, man solle dieses Abends thun. Beide Par»teien haben ihre Gründe. Die ersten scheinen aberdoch der allgemeinen Gewohnheit gemäßer zu seyn.Meine Regel ist diese: jedePerson muß auf sich selbstAchtung geben, was ihr am besten behagt; denn dießist auch die beste Methode.
In der That lasse man, in Ansehung des Essensund Trinkens, seine eigne Erfahrung seine Regel seyn,und sich von derselben in allen Dingen leiten: sie müs>sen>ir nie aus dem Gesichte verlieren.
Achtes