Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 97
den Körper nicht immer an einerlei Regel zu binden:dann aber müssen wir in den folgenden Mahlzeitenwieder abbrechen, was wir in den vorhergebenden zuviel gethan haben. In allen Hallen müssen wir nie einefrische Mahlzeit zu uns nehmen, bevor unser Magennicht gänzlich von der vorhergehenden erleichtert, undunsre Efilust nicht wieder hinlänglich von neuem er«weckt worden ist. Haben wir eine starke Bewegunggemacht, oder eine Reise gethan, oder wer cn wiraus irgend einer andern Ursache zu der sonst uns qe»wohnlichen Stunde durch die nächstfolgende Mahlzeitnicht befriedigt, so wird es keinen Schaden n ich sichziehen, wenn dem Magen, um ihn zu starken, ei-ne ungewöhnlich größre Portion gegeben werdenmußte. Man muß aus die ieibes'ew gung undstarke Arbeit ein genaues Augenmerk richten : denndiese erfordert meyr Nahrung, indem sie einen großenTheil derselben zerstreuet.
Meine hier gegebnen Regeln gehen nur Personenvon starker teibcsbeschaffenheit an; jedoch diejenigen,welche an gewissen, zur Ausführung bestimmten,Säften Ueberfiuß haben, wie z. B. am Speichel oderSchleim, müssen dem Appetite den Zü^el nicht soganz frei lassen. Es ist wahr. was Galen vondiesen ieuten sagt, daß sie gemeiniglich wenig essen;und daher wird, indem man ein wenig von dem, nachder gegebnen Regel Oale ns, wegnimmt, ihre Nah.rung zu ihrer fehlerhaften Constitutlon des Körpersimmer in Verhältniß bleiben. Indessen sind einige
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