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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Z6 2. Abschnitt. 7. Hauptstück.

sung zu begehen, und dem Magen immer so viel z«verdauen zu geben, als er nur könnte. Er giebt den.Rath, bisweilen viel und manchmal wenig zu essen,aber unsre 5 ganze Nahrung sollten wir jeden Tagin zwei Theile abtheilen, da wir dann so viel es«sen müßten, als wir könnten, wenn es der Magennur zu verdauen vermöchte. (I.ibr. I. c^p.,.) Al»lein diese Regel, so viel zu essen, als man kann,scheint mir unsicher zu seyn. Die Anstrengung einerjeden Kraft bis auf den äußersten Grad schwächt auchdieselbe. Ist der Magen jeden Tag verbunden, soviel Kraft, als er kann, anzuwenden, so wird er täg»lich weniger zu thun geneigt werden.

Der kluge Mann wird, wenn er eine Reise zuPferde thut, das Thier nicht zwingen, daß es, wenndie Reise lang ist, in einem Tage so weil gehen soll,als es kann. Ueberdieß ist es ja nicht ausgemacht,wie weit die Kräfte des Magens reichen; und es istdaher gewiß sichrer, in diesem Stück immer ein we.nig Maaß zu halten. Hätte der Stand der Umschuld fortgedauert, gewiß, die Regel, die uns unserAppetit giebt, würde immer die allerrichtigsie geblie»ben seyn, da sie nie die Grenzen der Vernunft über»schritten hätte: allein die Dinge haben sich ganz undgar verändert, und die Klugheit muß nun gewisseEinschränkungen bestimmen.

Diejenigen, welche den Rath geben, bisweilenein wenig über die Grenzen der Diät hinauszugehen,scheinen mir auf ihrer Seite Recht zu haben, nämlich

den