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Diätetik vorzüglich für Studierende
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HO 2. Abschnitt. 6. Hauptstück.

gen zu arbeiten. Wird nicht jeder, der am vorher»gehenden Abende zu viel Wein getrunken, am folgen,den Morgen mit größter' Begierde nach Wasser dur,sie« ? Wird nicht im Gegentheil ein andrer, der sei»neu Magen zu sehr mit Früchten oder Sallaten er-kältet bat, in wenigen Stunden von dem Appetite,ein kräftiges Glas Wein zu trinken, oder sonst einerwärmendes Getränke zu sich zu nehmen, erinnertwerden?

Sechstes Hauptstück.

Bisher haben wir von der Beschaffenheit dessen,was wir essen und trinken, gehandelt: nun wollenwir auch noch etwas von der Menge der zu genießen»den Nahrungsmittel beibringen. Man hat in diesemStück gemeiniglich einen ganz falschen Grundsatz an-genommen, man könne nämlich kaum zu wenig es»sen. Der Gelehrte sowohl, als der gemeine Mann,vereinigen sich darin, daß sie schreien, je wenigerMan nur immer nach aller Möglichkeit essen wollte,desto zuträglicher wär' es für die Gesundheit, undder Begriff von der Diät besteht bei den Meisten nurdarin, unsre Nahrung so viel, als immer möglich,einzuschränken. Der bekannte vornehme Arzt zuVenedig/ iudwig Cornaro, war in seiner Ju-gend von vielerlei Zufällen angegriffen worden, undschränkte sich hernach so sehr in seiner Diät ein, daßseine Speise in vier und zwanzig' Stunden nicht

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