Unzuverläßigkeit der Heilkunde. 89
andern mancherlei zufälligen Verandrungen, wo siesolche Nahrungsmittel genießen müssen, welche vondenen, wobei sie erzogen wurden, ganz unterschiedensind, nicht durch eine in ihrem Körper erzeugte sogroße und neue Verändrung leiden möchten.
Bey bejahrten Personen aber ist es gefahrlich, dieKost, welche sie zeither gewohnt waren, zu veran«dem, und wenn die Aendrung auch nur allmälig vor«genommen werden soll.
Allein Personen vom mittlern Alter, müssen ihreDiät, wenn ihnen ihre gewohnte beschwerlich wird,adand^ü, auch, im Fall sie nichts Unangeneh-mes mit sich führte, um nur die Unbequemlichkeiten,welche die gar zu strenge Befolgung der Regel: »m«mer bei einerlei Art der Kost zu bleiben, veranlaßt, zuvermeiden.
Denen von starker Consiitution können auch dieSpeisen und Getränke von höchstem Geschmack (ligurßnut) nichts schaden, wenn sie den Fehler nur durchetwas von entgegengesetzter Beschaffenheit wieder gutmachen.
Die Natur selbst pflegt uns durch ihren Triebdazu aufzufodern, indem wir einen Hang nach einemsolchen Bedürfnisse verspüren. Wenn wir z. B. et»was sehr erhitzendes essen oder trinken, so suchen wirb« der nächsten Mahlzeit den begangenen Fehler wie»der zu verbessern und den entstehenden Folgen entge»
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