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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 85

ren, auch wenn dieselbe aus Krankheit herrühren soll»le, allzeit gut verdaueten. Er sagt, daß dasFrauenzimmer, welches an der Bleichsucht leidet, unddaher einen widernatürlichen Appetit bekömmt, ohnealle Beschwerde Erde, Kreide, Ascheu, d.gl. ver«baue, und zwar blos, weil es diese Dinge mit sogroßer Sehnsucht begehre; ohnerachtet diese Substan»zen unsrer Natur ganz zuwider sind. Eine heftigeBegierde nach einer Sache ist also ein Zeichen vo»einem im Magen liegenden Fermente, welches ge«schickt ist, die so sehnlich gewünschte Substanz aufzu«löse». Wir haben bereits oben von dem nämlichenSchriftsteller vernommen, wie Fleisch in Fiebernschädlich war, blos weil es dem Gaumen der Kran»ken nicht behagte, oder weil es ihnen zuwider war.

Indessen kann ich doch dieser Regel in einer sosehr großen Allgemeinheit, und wenn man sie ganzohne alle Einschränkung annehmen will, nicht bcisiim»men. Wenn unsre Gelüste aus einer Krankheitsur«fache entstehen, so kann das, was wir zu uns neh»men, leicht verdauet, aber doch schädlich werden: dennda die Ursache unsers Appetites widernatürlich ist, sokaun auch die Nahrung, welche diesem gemäß ist,unsern Körpern nicht natürlich seyn.

Für's Andre müssen wir allzeit uns vor Nah,rungsmitteln oder Speisen von starkem, reizendemGeschmack hüten; als zum Beispiel vor dem, wasaußerordentlich sauer, scharf, beißend, süße, u.s. w.schmeckt, bis uns die Erfahrung völlig belehrt hat,

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