Druckschrift 
Diätetik vorzüglich für Studierende
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 79

Plinius ist fast ebenfalls dieser Meinung.

Der berühmte Arzt Sanctorius veränderteden gemeinen Saß, daß jedes Uebermaß schädlichsey, indem er hinzufügte, dasjenige sey am schlimm»sien, mehr Fleisch, als Brod zu essen.

Galen erklart sich für t«n Fi''ck am allermei-sten, und halt ihn zur Speise, so wie die in Gebir,gen lebenden Vogel, von gleich guter Nahrung. Manbeliebe darüber in des Paul Zacutus medicini»schen Fragen im fünften Buch im ersten Titel diezweite Frage nachzulesen; an diesem ^te sind alleStellen des Hippokrates denen des Galcns,und noch andrer berühmter Aerzte seiner Zelt, welchevon gleicher Gesinnung waren, beigefügt.

iudwig iemery, oberster Arzt der PariserFacultät, scheint, wie aus seiner diätetischen Schrifterhellt, in Rücksicht auf die Anach oreten, dieblos von Krautern und Früchten sich unterhielten, einestärkere Constitution erlangten, und länger als andreMenschen lebten, vorzüglich viel auf die Nahrungs-mittel ans dem Pflanzenreiche gehalten zu haben.Ja er behauptet, daß diese Art der Nahrung amleichtesten zu verdauen wäre, und Safte von einerhöchst temperirtcn Beschaffenheit erzeugte. Einigewollen auch das lange ieben der alten Christen, diesich in Wäldern aushielten, aus eben dieser Quelleherleiten.

^

Vag.