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Diätetik vorzüglich für Studierende
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, Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 77

nicht immer in einerlei Verfassung sind, so würd' esunschicklich seyn, sie stets auf eine gleich ahnliche Artzu nähren. Wenn wir z. B. bisweilen an alkalini-schen Theilen Ueberfiuß haben, und zu andrer Zeit dieUebermenge saurer Salze vorhanden ist, so muß unsreNahrung sich immer zu der entgegengesetzten Beschaf«senheit neigen, um das Uebermaß gedachter Theilezu bessern.

Auch verschiedner Jahreszeiten, der iandesgs-gend, in der wir wohnen, oder der Ungleichheit derWitterung wegen, die wir zu feucht oder zu trocken,zu kalt oder zu heiß finden, sollten wir nothwendigunsre Kost verändern, und dahin sehen, daß Spel,sen und Getränke an solchen Theilen Ueberstuß haben,die gerade mit denjenigen von entgegengesetzter Be-schaffenheit sind, die in unserm Körper die größteMenge ausmachen. Dieß ist aber ein bloßes theo-retisches Räsonnement.

Es ist in der Praxis sehr schwer, ja wohl garunmöglich,die überwiegenden Eigenschaften, die sich ent-weder in unserm Körper oder in den Nahrungsmittelnbefinden, zu bestimmen: und noch schwerer ist es, sogardie verschiednen Grade davon anzugeben. Die Aerzteselbst sind in Ansehung der körperlichen Beschaffenheitihrer Kranken unterfchiedner Meinung, indem sie dochüber die Stärke der Krankheit mehr einstimmig sind:denn der eine Arzt will eine Krankheit aussauern, der an-dre aus alkalinischen Theilchen herleiten; einer schreibtsie der Kälte zu, indessen der andre die Hitze für die

Ursa-