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Diätetik vorzüglich für Studierende
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64 1. Abschnitt, ii. Hauptstück.

Ich habe mit Vorsch die Ungewißheit der Kurjeder Krankheit lieber etwas auffallender vorstellenwollen, und es wird auch nicht unbillig seyn, indemder iaie in der Medicin gemeiniglich geneigt ist, denVorschriften des unwissendsten Arztes ganz blindlingszu folgen, daher ich es für nöthig hielt, den Nichmrztein wenig auf die andre Scite zu ziehen, damit ermit seiner Meinung immer eine glückliche Mittel-siraße halten möge.

Ob ich mich nun gleich in diesem bisherigen Auf»satze nur immer mit dem Ansehn berühmter Schrift»sieller geschützt habe, (denn meine eigne Meinung isthier blos als Zweifel, und gar nicht als Grundsatz auf.gestellt worden), so erwarte ich es doch, ob es irgendjemand gut finden sollte, mich zu widerlegen; dannaber würd' ich diese Gelegenheit ergreifen, noch vielesbeizubringen, welches ich, um diese Abhandlung nichtzu sehr zu erweitern, absichtlich ausgelassen habe.

Ich beschließe nun diesen Abschnitt mit der Er-mahnung an alle die, welche sich einen Arzt erwählenwollen, folgende Umstände stets wohl zu erwägen.

Erstlich, vor allen Dingen muß man daraufsehen, daß der Arzt ein guter Christ sey, der stetsdieses vor Augen hat, daß er auch wegen seiner Ver>nachläßigungen Gott Rechenschaft geben müsse.

Zum andern, daß er auch mit allem Fleiß undErnst seiner Pflicht eine Gnüge thue.

Drit.