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Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 6l
Der Kranke, belehrt von der Ungewißheit dermedicinischen Wissenschaft; belehrt davon, daß kaumein einziges Mittel ohne Gefahr anwendbar ist; daßdie klügsten Aerzte oftmals Fehler in ihrer Kunst be.gehen; daß viele, die ihre Gesundheit wieder er-langen, solches ihrer Natur zu verdanken haben,und es dem Arzte nur zuschreiben müssen, daß er ihreWirkungen verhindert oder aufgehalten hat, und daßsie daher behutsamer im Gebrauch der Arzneimittelsich betragen müssen: der Kranke, der von dem allenbelehrt ist, wird seine Kräfte beisammen behalten,seine Gesundheit nicht verletzen, sein Geld, das erfür seine Familie braucht, nicht verschwenden und indie Apotheke schicken dürfen. Ferner wird der Kran-ke diejenigen leichten Krankheiten, welche die Naturselbst heben kann, ihr zu heilen überlassen, und hier,selbst, wo man voraussetzt, die Medicin könne eini»gen Nutzen leisten, wird der Schaden, den sie thut,noch mehr auf der andern Seite eine Vergeltung seyn.Diese Kranken werden sich damit befriedigen, wenn <-<X^sie ihre lebensordnung gut einrichten, oder höchstens,daß sie doch nur wenige Mittel in diesen Krankhei»ten anwenden, welche ihrer Consiiturion eigen sind,und die kein Arzt in der Welt, so viel sie auch vondem Ausrotten derselben sprechen, heilen kann. Da«her werden nun aus diesem Grunde, und wegen dergegebenen Belehrung viele Hausfrauen ihren Ehe»Männern und Familien künftighin weit weniger be.schwerlich fallen; viele Personen können dem gemei-nen Wesen vielmehr Dienste thun, welche itzt alle
ihre
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