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60 1. Abschnitt, ii. Hauptstück.
richtigkeit die iehrer dieser Wissenschaft um den gu«ten Ruf, den sie von sich hätten, gebracht würden.Gafper de los Reyes stellt in seiner zwanzig»sien Frage die Gefahr seiner Kunst in ein so Helleslicht, daß er sagt, es gäbe gar keinen Fall, in wel«chem ein Arzt mit Zuverläßigkeit etwas unternehmenkönnte; welches also doch weit mehr gesagt ist, alsich gethan habe. In einem andern Theile seinesWerks sagt er, daß die gelehrtesten Aerzte öftersFehler begiengen. Allein dieser Aufgeklarte wolltedie Welt nicht in gleichem Grade ausklären, als eres selbst war. Nachdem er uns gezeigt hat, daßAerzte ihre Fehler den Gelehrten, als solchen Perso-nen, welche um die großen Dunkelheiten und unüber-windlichen Schwierigkeiten in der Arzneiwistenschaftwüßten, entdecken könnten; so sagt er, daß sie hin-gegen vor den schwachen, und der Kunst Unkundi-gen, die dem Arzte eine weit größre Wissenschaft zu»trauen, als er wirklich besitzt, oder zu erlangen ver-mag, zurückgehalten werden müßten. Er giebt fol-genden Grund an , und sagt, es brächte weder demArzte, noch dem Kranken den geringsten Nutzen,wenn er von seinen Fehlern ein Bekenntniß ablegensollte.
Allein ich für meinen Theil bin gerade der entge-gengesetzten Meinung, indem ich glaube, es kanndiese uninteressrte Belehrung dem Kranken zu sehrgroßem Nutzen gereichen, und dem Arzte selbst auchnicht gleichgültig seyn.
Der