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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Unznverlaßigkeit der Heilkunde. 59

Ich werde mich für meine Mühe belohnt halten, nureinige beredet zu haben, daß sie eben durch diejenigenMittel ihre Gesundheit untergraben, welcher sie sich,dieselbe zu erhalten, bedienen. Es wird immer ver»schiedne Meinungen unter gelehrten und billig den»kenden Aerzten geben. Einige unter ihnen sindso freimüthig, die UnVollkommenheiten der Arznei»Wissenschaft und ihre eigne Ungewißheit selbst zu be«kennen. Andre hingegen von minder großmüthigerGesinnung tonnen nicht ungern vertragen, wenn dieWelt in ihre Kunst ein größeres Vertrauen setzt,als sie sollte; und da die hohe Achtung einer Kunstimmer auch diejenigen ehrt, welche sie ausüben, sow'rd ihnen eben mit dem, was wir bisher wider die«selbe gesagt haben, nicht geschmeichelt werden.Dieser Umstand mochte auch woN der Grund seyn,daß so viele scharfe Federn wider Doktor B 0 ix inBewegung gesetzt wurden, dessen Ausiichtigkeit undEifer für das gemeine Beste ein ganz anderes Be-tragen verdiente.

Daß aber einige Aerzte von guter Gelehrsamkeitdie Ungewißheit ihrer Kunst aus Politik verhelen, isteine ganz ausgemachte Wahrheit. Bagliv, derin voller Maaße den üblen Zustand beklagte, in wel-chem sich die Arzneiwissenschaft befände, thut gleich»wohl mehr, denn Einmal, heftige Ausfalle auf die»jenigen, welche ihre Ungewißheit öffentlich darthun.Er sagt, daß alle die, w'lche auf solche Weise han»delten, Unkluge verführten, indem durch ihre Auf»

richtig.

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