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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 53

Was aber die unwissenden Aerzte betrift, so istalles vergeblich, sie von dieser Wahrheit zu überzeu»gen: denn Unwissenheit ist auch allzeit ungelehrig.Allein die, welche gar in einem gewissen Einverständnissemit dem Apotheker stehen, oder selbst den Arzneikrämermachen, werden noch weniger darauf hören; dochkann man auch sagen, daß dergleichen Aerzte in einerschlimmern läge in Ansehung ihres Geistes sind, alsihre Kranken wegen ihrer körperlichen Zufälle. Ichschmeichele mir aber, daß es dergleichen Aerzte nurwenige geben wird: denn sich vorstellen, daß dieAerzte überhaupt von so schlimmen Charakter waren,konnte nur der schmähsüchtige Cornelius Agrip«pa in seinem Werke von der Nichtigkeit derWissenschaften, ob er gleich selbst ein Arzt war.Ich sür meinen Theil glaube vielmehr das Gegen»theil, und halte die Aerzte sür ieute von Ge-fühl und zartem Gewissen, welches ich daher leite, <weil sie öfters bei Sterbenden sind, wo sie bestandigerbauliche Unterhaltungen zu hören, und. Beispielechristlicher Tugenden zu sehen, Gelegenheit haben.

Es giebt aber in der That Einige, und zwar nichtWenige, welche nur darum weit mehrere Mittel verord«nen, weil sie befürchten, man möchte sich ihrer Sorg,fält entziehen, und andre Aerzte um Rath fra-gen, wenn sie nicht täglich neue Recepte ver-schrieben. Ich muß diese Männer von ihrerwichtigen Obliegenheit, welche eine Gewissenssacheist, belehren, daß sie nicht aus irgend einiger zeitli»cher Rücksicht die Grenzen, welche ihnen die Ver-

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