Druckschrift 
Diätetik vorzüglich für Studierende
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

26 l. Abschnitt. 5. Hauptstück.

gesetzten Mitteln zu heilen. In der Thatist dieser Grundsatz, überhaupt genommen, entwederfalsch, oder doch unnütze. Er ist unnütze, wennwir durch das Widersprechende auf Seiten des Mit«tels jede Kraft der Arznei darunter verstehen, welchedie Ursache der Krankheit fortzutreiben vermag: dennin diesem Falle versteht es sich nur, daß die Ursacheder Krankheit fortgeschaft werden kann, durch daswas dieses zu thun, die Kraft hat. Dieser Grund«saß ist falsch, wenn wir einen Widerspruch in einemvon beioen antreffen. Denn alle gradezu entgegen»sehte Dinge dieser Art sind deßwegen eben keine Arz«neimittel, und viele Arzneimittel sind keine entgegen-gesetzte Dinge.

Wir sehen, daß nicht alle Fieber durch kalteDinge gehoben werden. In der That sind sie öftersgar unschicklich, wo nämlich die zu geringe Wärmedes Fieders eher noch einer Vermehrung der Fermen»tation und einer Unterstützung der Natur bedarf, umdas, was ihr beschwerlich ist, herauszutreiben. Wirseh:» dieß auch bei jeder Art von «Arzneimitteln, wel»ch^ keinei, offenbaren Widerspruch in ihren Eigen»schasten gegen die Krankheit, welche sie heilen, aus,fern. Soll bei diesem Axiom ein Widerspruch vonverborgenen Eigenschaften zum Grunde liegen; so istes ebenfalls ein unnützer Satz, denn dieser Wider-spruch ist nicht durch das Räsonnement, sondern blosdurch die Erfahrung zu entdecken; und nachdem ichbemerkt habe, daß ein ^solches Mittel einer solchen

Krank-

»»>