Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 25
Dieß begegnete dem Andreas Vesalius,der einen Spanischen Herrn, den er in seiner Krank»heit besorgt hatte, für todt hielt, und als er seinenKorper öfnen lassen wollte, hatte man nicht sobalddas Zergliederungsmesser in die Brust gestoßen, alsder vermeintliche Tode offenbare Zeichen des iebensvon sich gab, so daß er hierauf mehr an seiner Wun»de, als an seiner Krankheit starb.
Jedoch will ich auch annehmen, der Krankesoll einen Arzt vom ersten Range getroffen haben;so ist er darum doch nichts mehr gesichert.
John Argenterius wurde sür ein Wun«derwerk der Gelehrsamkeit gehalten, und dennoch hat»te er das Schicksal, daß alle Personen, die er in dieKur nahm, entweder starben, oder in schlimmeKrankheiten verfielen, bis endlich gar niemand sickweiter seiner Hülfe bediente.
Es sey nun aber ein Arzt noch so gelehrt, sowird man doch immer bei seiner Kurart Gefahr lau-fen, weil sie der Methode des andern eben so gelehr»ten Arztes immer entgegen seyn wird. Jeder wirdGründe, jeder Erfahrungen beibringen. WelcheAriadne kann nun wohl das Knaul dem Doktotoder Patienten geben, um aus diesem iabyrinth zuentkommen?
Es giebt keine Regel, die nicht ihr? Ausnahmelitte, wenn es aufden berühmten Grundsah ankömmt,die Krankheiten Mit den ihnen entgegen»
B 5 gesetz,
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