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22 i. Abschnitt. 4. Hauptsiück.Viertes Hauptsiück.
Haben sich denn nun aber die Aerzte nach allendiesen Streitigkeiten endlich vereinigt? Ich fürchte,sie sind ißt mehr in ihren Meinungen getheilt, alsjemals: denn die Verschiedenheiten haben sich so ver»vielfältige, wie die Menge ihrer Schriften. Vonden heutigen Arzneigelehrten behaupten andre in ihrenSchulen Hippokrarifche, andre Galenische, noch andrechemische Grundsatze, und viele wollen, blos die Ver«suche als Gründe der Arzneilehre gelten lassen.
Alle befolgen verschiedne Methoden, je nachdemihr System ihnen Anleitung giebt, und es ist durch-aus falsch, daß sie in der Ausübung ihrer Wissen-schaft mit einander übereinstimmen sollten, da sie inihren Systemen so sehr von einander abweichen.Man kunn hierüber nachlesen, was Etmüller imdritten Theile seiner medicinischen Werke im zweitenKapitel ausdrücklich sagt : „so wie die Abweichungen«der Hypothesen der Aerzte verschieden sind, so^wei«,chen auch ihre Heilarten weit von einander ab."
In den Schriften derer, die verschiednen Grund»saßen folgen, finden wir auch große Widersprüche inden praktischen Anweisungen. Wir dürfen! nur denJohann Da laus ausschlagen, umzusehen, wiederselbe eine jede Krankheit nach der Verschiedenheitder Systeme auch verschiedentlich beurtheilt, und die»sem zu Folge auch so verschiedne Heilarten vorgeschla»gen hat.
Allein