Unzuverlaßigkeit der Heilkunde. 21
Triumvirat sollte die praktische Medicin in der Zu.kunft vollkommen bestehen. In Ansehung seinerVereinigung des Hipp okrates mit dem Versuche,hat er die meisten Arzneilehrer in unsern Tagen nochauf seiner Seite, und das Ansehn dieses alten gelehr.len Arztes ist größtentheils wieder von neuem herge-stellt. Indessen finden sich doch einige, welche ver«langen, daß seine Satze einer genauen Prüfung beidem iichte der Bemerkung unterworfen werden sollen,und Manche gehen gar so weit, daß sie den vorgeschrie-benen Gesetzen des K 0 ischen berühmten Arztes kei»nen Glauben beimessen wollen.
Michael ludwig Synapius, ein Ungari».scher Arzt, welcher vor einigen Jahren eine besondreAbhandlung über die Nichtigkeit, Unrichtigkeit undUngewißheit der Hippokratischen Aphorismen der ge.lehrten Welt mittheilte, verdient hier vorzüglich an.geführt zu werden.
Wir hatten noch Verschiedenes in diese historischeUebersicht der Medicin einschalten können, als z. B.ihre Einteilung in die empirische, methodischeund rati 0 nelle, und hatten zugleich den Stifter einerjeden angeben sollen: allein Um diese Abhandlung nichtzu sehr zu erweitern, können die hierin bisher aufge-zahlten Widersprüche genugsam die Ungewißheit die-ser Wissenschaft zu Tage legen.
B 3
Viertes