20 ».Abschnitt. 3. Hauptstück.
schlugen, der Natur allein folgten, und dann weiterauf nichts, als auf Versuche, ihr Vertrauensetzten.
Sobald nur der vortreffliche Bacon de Ve-rulam den Aerzten und Weltweisen die Augen ge»öfnet und sie gelehrt hatte, daß blos durch diesen Wegdiejenige:! Wissenschaften befördert werden könnten;haben auch viele kluge praktische Aerzte ihre Aufmerk-samkeit dahin gerichtet, und mit Sorgsalt gewisseBeobachtungen, ob gleich auf eine unvollkommne Art,wie wir hernach zeigen wollen, gesammelt. DieserPartei sind noch bis izt die berühmtesten Aerzte inEuropa ergeben, welche aber, ob sie schon vom Ga-len Abschied genommen haben, doch noch unter demPanier des Hippo krateS streiten, indem sie sa>gen, daß dessen lehrsatze beständig mit ihren Versu-chen übereinstimmten.
Bcgliv war zwar ein großer Befördrer derBemerkungen und ein abgesagter Feind von Syste.wen, doch aber gleichwohl sehr wegen der Neuheitin die hydrostatische Physik verliebt, und wie ein jun»ger Mensch, der aufs schöne Geschlecht überhauptloszieht, insgeheim aber immer sein Mädchen liebt,und ihm anhängt. Jedoch hat sein System keinegrößern Vortheile, als die übrigen, nur mit der Aus-nahme , daß feine kleinen Spielwerke einem neuge,bohrnen Kinde gleichen. Er fand für nöthig, dreiAusdrücke, Hippokrates, System, und Ver»su ch mit einander zu vereinigen, und unter diesem
Trium«