Druckschrift 
Diätetik vorzüglich für Studierende
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

!''

«4 ».Abschnitt. 3. Hauptsiück.

gewidmet werden; hierüber läßt sich CorneliusAgrippa in seinem Werke von der Nichtigkeit derWissenschaft noch viel weitläufiger im 8zsten Kapitelaus. Ihre Grundsätze widersprechen sich unter einan«der noch mehr, als ihre vier Qualitäten der Feuch-tigkeiten, die sie sich vorstellen, im menschlichen Kör»per anzutreffen. Man nahm den Centaur Chir 0 nfür den ersten Meister dieser Kunst an, welcher ebenvermöge seiner zwiefachen Natur den Grundsätzen ih-rer Nachfolger die Vermischung derselben mitgetheilthabe. Kurz nach seiner Erfindung dieser Wissen»schast wurde sie wie ein Findelkind weggesetzt: dennman brachte die Kranken auf die öffentlichen Plätze,und setzte sie an die Straßen, damit die Vorüberge-henden denselben Rath und Mittel wider ihreKrankheiten verordnen möcht.n, da denn nothwendigdie Meinungen sehr getheilt seyn mußten. End»lich aber kam Hippokrates, der dieses verwaiset«:Kind unter seinen Schutz nahm, und es auf der In-ftl Kous erzog, wo die stete Bewegung der Mee-reswellen eine neue Vorbedeutung des nie zu verein!»genden Widerspruchs in den Grundsätzen der Arznei-Wissenschaft war.

Welcher an Ruf dem Hippokrates am nach,sien, und in kurzer Zeit nach ihm kam, war Praxa-goras und Diokles Charistius, welche di«Methode ihres bejahrten und klugen Vorgängers einwenig abänderten: denn ersterer nahm alle Krankhei-ten als Zufälle an, die in den Säften lägen, und

letz.