Druckschrift 
Diätetik vorzüglich für Studierende
Seite
13
Einzelbild herunterladen
 

Unzuverläßigkeit der Heilkunde. 13

so zweifelhaft gelassen hat, die dieselbe doch ganz vor«züglich studirt haben.

Wenn in den, von den besten Schriftstellernvorgeschriebenen Regeln der Heilkunst so starker Wi»derspruch zu finden ist, wie kann ein Arzt dem Kran»km die Herstellung mit voller Sicherheit versprechen,wenn doch das allermeiste, was er gethan, nur dar»in besteht, daß er diese Regeln durchaus gut studirthat? Wenn sogar die, welche den größten Fleiß an«gewendet haben, sich auf dem Wege, den sie nehmenmußten, selbst verirrten, was will man da von denAerzten von gemeinem Schlage in der Kur wichtigerKrankheiten erwarten? Wenn sich die Riesen in derlitteratur so schwach finden, den Feinden unsers ie»bens sich entgegen zu stellen, und ihrer Macht Ein»haltjzu thun, was soll man davon denen erwarten,die doch nur zur Race der Zwerge gehören?

Drittes Hauptstück.

Allein dieß ist eben keine Sache von Wichtigkeit,daß die medicinischen Schriftsteller uns selbst die Un>gewißheit ihrer Kunst zeigen : denn aus ihren stetenWidersprüchen ergiebt sich dieses zur vollen Gnüge.

Dieser sortdaurende Streit unter den Aerzten gabPeter'« von Apono Anlaß zu sagen: ihre Wis«senschaft müsse nicht dem Ap 0 ll, sondern dem Mars

ge«

»