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Diätetik vorzüglich für Studierende
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Unzuverläßigkeit der Heilkunde. n

Eben dieser gedachte Schriftsteller machte 1716einen Plan bekannt, wornach die Arzneiwissenschaftverbessert werden sollte, indem er in demselben diegroße UnVollkommenheit in ihrer damaligen Anwen«düng zeigte. Bei der Darstellung der mancherleiUrsachen dieser Unvollkommenheit führt er auch dasUnnützliche der so vielen über die Arzneikunde geschrie«benen Werke an, und redet in noch stärker« Ausdrü»ckcn, als sein Vorgänger Sydenha m, davon. Ersagt, die bieher über die Heilkunde geschriebenen Ab»Handlungen seien voll Dunkelheit, Unbestimmtheitund Irrthum. Ich muß aber nicht zu bemerken un»terlassen, was er bereits zuvor von dem Zustande derAlznciwissenschaft seiner Zeit in Frankreich gesprochenhatte; dieses muß nicht aus der Acht gelassen werden,weil es uns die Sache weit mehr 'ausklärt.

Ob schon", sagt er,es kein iand giebt, wonicht neue Einrichtungen in derArzneiwissenschaftnöthig wären, so ist doch diese Reformation nir»gends nothwendiger als in Frankreich, da in kei»ncm Reiche die praktische Heilkunde unordentlicher,als in diesem, getrieben wird."

Dem nun zu Folge, was dieser französischeSchriftsteller von seinen eignen iandsleuten sagt, istdie leichtgläubigkeit unsrer iandsleute, nämlich derSpanier sehr zu verlachen, welche glauben, wenn sieeinen französischen Arzt nur von einem mittelmäßigenRufe sehen, sie haben einen Mann gefunden, derTode erwecken kann.

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