U
6 i.Abschnitt. 2. Hauptsmck.
der in seinen Werken über die noch eingeschränkt«Kenntniß der einfachen Arzneimittel; über die Unbe«siimmtheit der Symptome in den verschiednenKrankheiten, und über die unzuverlaßige Wirkungder gebrauchlichen Heilmittel. In der Vorrede zudem 2ten Theile seiner Werke sagt er, was unsreMchmng sehr bestärkt: „ Der Ant kann kaum mehr«thun, als die Zufalle oder Wirkungen der Krank-»heittn heben; die Urfacke derselben bleibc unberührt,«bis sie durch die Natur bezwungen wird."
Dies mißt er unsrer Unwissenheit in den Krank«heitSursachen und dem Mangel der Kenntniß schick«licher Mittel dawider bei; und fügt noch dieses hin-zu , daß alle gcleyrte Aerzte die Unzuverläßigkeit ih-rer Wissenschaft beklagten; da indessen die Unwlsfen-dcn völlig mit ihren Kenntnissen zufrieden wären,und Wu»r er zu t^un glaubten. Ja er sagt ausdrück»lich : „ sehr öfters ereignet es sich in der medicinischen»Praxis, daß man blos aus Erfahrung in den krank«, haften Umstanden und ausgeörochenen Symptomen„Erleichterung verschast, aus ermangelnder Einsicht«aber die Ursache als die Schwierigkeit unberührt„läßt, und zwar der Unfähigkeit, die Ursache zu ent«„decken, oder der fehlschlagenden Wirkung des schick»„lichcn Mittels wegen; wobei die unwissenden Aerz.„re in der Meinung stehen, daß sie höchst weislich„verfahren wären; da indessen einsichtsvolle Männer«bei sich selber seufzen, und ihre mangelhaften Ein»«sichten beklagen."
Wie