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Verzeichniß empfehlenswerther Bücher aus dem Verlage der Königl. Hofbuchdruckerei von L. Voss & Cie. in Düsseldorf
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Verlag von O. Voß öc Cie. in Düsseldorf.

Erlebtes, Erdachtes,Hi Reime Gebrachtes.

Von

Oskar Grause.

82 S. 8»,Preis: broschirt 1,50 M, mit Goldschnitt gebunden 2,50 M.

Vie j)ost:Dies hübsch ausgestattete Bündchen wird mit einem poetischenVorwort eröffnet, das den im römischen Recht wohlerfahrenen Juristen nichtverkennen läßt. Es erquickt uns ferner mit frischen Klängen aus dem Studenten-leben, die so ursprünglich und hell nur einer Brust entquellen können, welcheselbst noch umwogt wird von der alten lieben Burschenherrlichkeit, und wirfinden darin den Vater Rhein so liebeuoll und doch so wahr besungen, daßwir zu dem Schluß gelangen, der Dichter einen solchen und zwar einenechten und rechten haben wir in dein Antor vor uns müsse in dem dortigenLeben, daseinem so lieblich eingeht und das den Muth so freudig wachsenläßt", selbst heimisch sein. Manchem jungen Blut, das diese Lieder liest, viel-leicht just bei Beginn der Herbstferien, wird es zu Muthe werden, wie es derDichter selbst von sich bekennt:

Hei Ferien! Fort du Moderduft,

Es klopft das Herze schneller.

Mir schmeckt die frische Herbstesluft

Schon fast wie Muskateller,

Drum, Mutter, gieb den Mammon her, ^

Brauchst just dabei nicht sparen

Ich muß hinaus! Und kreuz und quer

Durch's Rheingan will ich fahren!"Schon an dieser kleinen Probe erkennt man, daß es die kräftigen LauteScheffels sind, denen die Sangesart des Schöpfers dieser frohen Lieder ähnelt.Die meisten würden auch gleich den Scheffel'schen sich sicherlich baldeinen Platz in dem Liederkranz unserer studentischen Jugend erobern, wenn einKomponist, ebenso flott und burschikos angelegt, wie es der Dichter ist, sichihrer annähme,"

Hamburger Reform:In den Liedchen dieses Poeten athmet ein frischer,gefälliger, znm Herzen gehender Ton, der Ton eines Gaudy, Kopisch, RobertReinick. Sie sind von einem gesunden und drolligen Humor belebt, dabei meistanmuthig und leicht im poetischen Stil. Es ist nichts Ungellügeltes, Gezwungenesund Steifes in seinen Versen, sondern Alles erscheint natürlich, durchsichtig undklar, mit dem vollen Hauche der Jugend versehen,"

Mannheimer Tageblatt:Es ist ein anspruchsloses Büchelchen, das inhübscher Ausstattung, mit dem obengennnnten. Titel versehen, uns auf denRednttionstisch fällt. Hübsche Gedanken in gefälliger Form, ein kernhafterHumor, der genießbarer Sentimentalität zu kräftiger Stütze gereicht, Sielesen sich recht angenehm, diese Gedichtchen, und verrathen den Verfasser alseinen lebensfrohen Kameraden, der so recht in der Erinnerung an die schöneZeit schwelgt, da er noch zu den Füßen der ^.Im» mater gesessen. Das alteThema Wein, Weib und Gesang ist in diesen netten, als Iinr« ä'osuvre gut zuverwendenden Poemen so glücklich und genial behandelt, daß es noch viele Leserebenso ergötzen wird, wie es uns ergötzt hat."

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