-3A ^UU3M3M3M!>MA^M!MM?' ^ VerZeichniß empfehlenswerther Gücher aus dem Verlage der König!. HMmhdnttKem lwn L. Voss H Gie. m Düsseldorf. tL-"' Die in diesem Verzeichnisse aufgeführten Sucher find zu den lieigesehten Preisen durch jede SuchlMldlunn zu dezielM. ^ 'K ^ ^ ^ ^/U ^F ^7,,',- »WWWM» H!/. /^ ^' ^,^.bi »W>MM» WM»»» - u-------------- Verlag von L. Vosz sc Cie. in Düsseldorf. Das Königreich Westphalen Sieden Jahre lrnnzjWcher FremdhemehllN m Herzen DeutzclMndZ, 1807-1813. Nach den Quellen dargestellt von Dr. Audolf Goecke, Königs, Prenß, Staatsarchivar. ^ Vollendet und herausgegeben von Dr. Theodor Ilgen, K«»>»»»M Verlag von ll. Vofz sc Nie. in Düsseldorf. ! Mst- uck Uatur-Slliyen aus Hort>- md Süd-GuroM. Cin Aeise-Tagebuch von Gart Woennllnn. ^88^) 2 Bände, 51 Bogen, groß 8". Preis: brofchirt 12 M,, gebunden in 2 Halbfranz-Einbanden (Liebhaber-Einband) 1? M. Inhalt: I. Vand: ^ II. Vand: Velgien, Holland, Kopenhagen, i 5üdost»Frankreich, Spanien, Stockholm, Rußland, Konstantinopel, ^ das übrige Frankreich, England, Athen, Italien, Schottland. wcstermann'5 Illustrirte Deutsche Monatshefte: „..... Der Gesichtspunkt des Woermann'schen Werkes ist allgemein genug, um weite Kreise von Lesern, besonders solche, die schon Mancherlei gesehen haben, auf die Dauer zu intereffiren. Ein Reifetagebuch wird ja oft leicht ein Zuviel, bisweilen auch ein Zuwenig bieten; überaus verschiedenartig sind auch die Ansprüche an solche Bücher. Da muß denn die Persönlichkeit des Verfassers als ein Correetiu eintreten und man darf Woermann das Zeugniß ausstellen, daß die Frische seiner Auffassung und Darstellung, sowie eine wahre und lebendige Begeisterung für das Große und Schöne auch das anziehend erscheinen laßt, was dem Einen oder dem Anderen etwa überflüssig vorkommen möchte. Auch wird man nie im Zweifel darüber bleiben, daß im Hintergrunde dieses Werkes ernste wissenschaftliche Studien stehen. Ganz besonders gelungen erscheinen die Stellen, in welchen die wirklichen Landschaften vergleichend und dann im Verhältniß zu ihrer mnlerifchen Verwerthung geschildert werden. Da müssen wir gestehen, ganz neue Anregungen empfangen zu haben. Vieles ist einem aus dem Herzen gesprochen und so mag das Buch allen Freunden von „Kunst und Natur" bestens empfohlen fein." Schwäbischer Merkur: „..... Das Tagebuch geht auf in der Beobachtung von Kunst und Natur. Es war die Abficht des Verfassers, in welchem uns einer der geistreichsten und vielversprechendsten Kunstkenner entgegentritt, „durch das Studium der Gemäldegalerien und den Besuch der an, meisten gemalten Gegenden ganz Europas das Material für eine Gesammtgeschichte der Landschaftsmalerei zu sammeln." Das Tagebuch ist außerordentlich lebhaft und frifch geschrieben; man spürt überall den Beobachter, der sich erlaubt, sein eigenes Urtheil zu haben." Weserzeitung: „..... ein höchst lehrreiches, anziehendes Buch, das weder ein Compendium der europäischen Kunstgeschichte noch ein Reisehandbuch ist, sondern seinen Platz unter den fubjectiveren Reisefkizzen einnimmt, welche wegen ihrer Fühlung mit der Wissenschaft ernstere Leser und Kunstkenner fesseln." i^- Verlag von O. Voß A Cie. m Düsseldorf. — , u»^ I^ainburgischer Correspondent: „ .....Für Freunde der Natur und Liebhaber der Kunst werden die Wanderungen durch Schottland, Skandinavien und Rußland am interessantesten sein, weil in denselben der Wißbegier ein reicher Stoss zugeführt wird, der sich sonst nur vereinzelt in Neisebeschreibungen findet und selten oder niemals einheitlich zusammengefaßt worden ist. Die reiche Abwechslung der Schilderungen, die lebendige Darstellung und der poetische bauch, welcher über vielen Beschreibungen schwebt, werden alle Freunde der Kunst, welche das Buch in die Hand nehmen, auch zu Freunden des letzteren machen. Auch Künstlern ist die Lektüre noch zu empfehlen, sie werden viele Hinweise ans brauchbare Elemente in dem Buche finden und so wünschen wir denn, daß dasselbe eine weite Verbreitung in allen Kreisen deutscher Bildung finden möge." Karlsruher Zeitung! „.....Das eigenartige, anziehende und in vieler Beziehung bedeutsame Buch stellt sich uns dar als der aus den bunten und rasch wechselnden Bildern der Reise geschöpfte Lmpfindungsausdruck eines für Kunst und Schönheit begeisterten uud zu deren Interpreten berufenen, warm und poetisch empfindenden Mannes, Es ist somit eine „empfindsame Reise" im besten Sinne." 5t. Petersburger Zeitung: „.....Es ist eine weite Wanderung, die wir an der band des gewiegten Kunstkenners und erfahrenen Reisenden zurücklegen. Professor Woermann ist in der That in der ganzen Welt zu Hause, Au verschiedenen Stellen spricht er von Amerika, Ggnpten, auch Kleinasien aus eigener Anschauung ..... Auf Einzelheiten sich einzulassen ist nicht gut möglich; das Eine oder Andere heruorzuhebeu geht nur schwer, denn es ist eben Alles interessant, für den Künstler und Poeten nicht blos, sondern für jeden fein empfindenden Leser überhaupt. Wo man das Buch aufschlagt, stets begegnet man einer treffenden Bemerkung, einer werthuollcn Notiz, einem unterrichtenden Urtheil auf kunstgeschichtlichem Gebiete, Wer das Buch nur eiumnl in Händen gehabt, der wird gern immer wieder zu ihm zurückkehren und in ihn: blättern. Die Woermnnn'schen Kunst- und Naturskizzen gehören jedenfalls zu jenen seltenen Büchern, die sich gleich gut lesen lassen im Studir- Zimmer, am Arbeitstisch, wie im Salon vor dem Kamin und im Eisenbahn- coupü und die dann jedesmal einen verschiedenartigen Werth erhalten," Die f>ost: „.....Woermnnn ist ein durchaus selbständiger Geist, der sich seine Geschmacksrichtung nicht von Autoritäten vorschreiben läßt, sondern immer und überall unch seinem nnmittelbaren Empfinden, mit der Unbefangenheit des gefunden Menschenverstandes urtheilt, Woermann ist dichterisch begabt und deshalb liest sich manche Seite seines anziehenden, liebenswürdig geschriebenen Buches wie „gemalte Poesie", Die Schilderung der Umgebung des Aetna ist ein kleines Meisterwerk descriptwer Poesie . , . .." Elsaß-Lothringische Zeitung: „..... In fließender Sprache geschrieben, wird das Tagebuch für Jedermann eine anregende und belehrende Lectüre sein und dürfte sich ganz besonders als Vorbereitung für eine Reise in die behandelten Gegenden empfehlen....." Elberfelder Zeitung: „..... Woermnnns Buch entspricht in jeder Beziehung, stilistisch wie inhaltlich, den höchsten an ein Werk dieser Art zu stellenden Anforderungen; es ist eine schriftstellerifche Leistung ersten Ranges , , . ," Norddeutsche Allgem. Zeitung: „.....Wenn der Autor hofft, daß diese subjectiuen Reiseskizzen wegen ihres wissenschaftlichen Hintergrundes sowohl den Kenner, als die weiteren Kreise der gebildeten Leser ansprechen und fesseln werden, so sind wir überzengt, daß die anregende und geistvolle Darstellungsweise den Schilderungen dieses Reisetagebuchs Freunde erwerben wird ....." -^Zg--<------- "-'"' '» <' ' T'zM Verlag von L. Vos^ ^ Nie. in Düsseldorf. Ans B>erz der Neimathl Erziüüunl; von Fritz Vle^. Mit einem Titelbild von Professor f>. Ianssen. 307 S. 8°. Preis: broschirt 5> M„ eleg. gebunden 6 M. Allgemeine Zeitung: „Man kann besonders der Kunstwelt und den weiten Kreisen, die sich für dieselbe interessiren, das Buch als eine ungewöhnlich anregende Lektüre schon darum empfehlen, weil es nicht nur die da herrschenden Strömungen so anziehend als anschaulich schildert, sondern weil es auch uon einer so wurmen vaterländischen Gesinnung getragen wird. Dem Verfasser ist sehr viel klarer als so vielen Künstlern, daß eine gesunde Kraft nur im genauesten Anschluß an das nationale Leben aufblühen kann, am allerwenigsten aber möglich ist, wenn man die Ideale anderer Völker und Zeiten und ihre künstlerische Sprache lediglich nachahmt, ohne sie auch nur irgend verdaut und in Fleisch und Vlut verwandelt zu haben," Vazar: „Gin vortreffliches Vuch, das durch seinen dem Künstlerleben der Gegenwart entnommenen Vorwurf anzieht, durch meisterliche Entwickelung und Gestaltung tief innerlich interessirt und bis ans Ende festhält, am Schluß aber einen schönen ernsten Nachklang und den Neiz zu stillem Nachsinnen hinterläßt," Grenzboten: „Was unsre Kunstartikel schon seit Jahren mit Eifer bekämpft haben, das schwindelhafte, hohle Virtuosenthum in den bildenden Künsten, das wird hier ebenso eifrig in novellistischer Form befehdet. Indem der Verfasser schildert, wie ein Virtuose des Piusels, der jedes ideale Streben verlacht und nur nach den oberflächlichen Farbenkünstlern nn der Seine hinüberschielt, nach mühelos durch Reklame und Humbug erlangten Erfolgen schnell moralisch und physisch zu Grunde geht, will er zugleich andeuten, daß diese ganze Kunst kein besseres Schicksal verdient, als ihr typischer, mit treffenden Strichen charalterifirter Vertreter, Ihm stellt er zu wirksamem Kontrast einen Landschaftsmaler der idealen Richtung gegenüber, der seine Kraft aus dem Heizen der Heimath schöpft und im festen Vertrauen auf die künstlerische Begabung des deutschen Volkes mit dem Banner der nationalen Kunst dem fremdländischen Wesen die Spitze bietet. Ein Försterhaus im Harz und seine waldesfrische Umgeoung find der Schauplatz dieser Künstlernovelle, deren düstere Momente in reizvollen und begeisterten Naturschilderungen ein freundliches Gegengewicht finden. In diesen Landschaftsbildern entfaltet der Verfasser eine nicht geringe poetische Kraft, und oft weiß er einen fo lebendigen, humorvollen Ton anzuschlagen, daß wir nur wünschen können, dein feinsinnigen und scharf beobachtenden Kunstkritiker noch öfter als Erzähler zu begegnen." Ztraßburger f>ost: „Da macht sich doch wieder einmal eine schöpferische und künstlerische Eigenart geltend, da begegnet man doch wieder einmal einer kräftig ausgeprägten Individualität, die entschlossen von der großen Heerstraße abschwenkt und zielbewußt eigene Pfade einfchlügt. Wir bekennen gern, daß wir das Buch mit großem Genuß gelesen haben — und jeder, der Bücher liest zu dem Zwecke, spater darüber zu schreiben, weiß, was das heißen will. Der Mensch, der ein Vuch mit kritischem Auge überfliegt, um nach Schluß der MM V-f- ------ Verlag von L. Voß ^ Cie. in Düsseldorf. Lesung vor der Oeffentlichkeit sein Urtheil darüber abzugeben, der liest ja ganz anders als der harmlose Leser, der in einem Buche Belehrung, oder Behagen und Abspannung sucht, und es ist eigentlich das größte Kunststück des Romanschriftstellers, so zu schreiben, daß selbst der Rezensent sich während des Lesens in einen einfachen Leser verwandelt, der von der Macht der Schilderung ergriffen, ohne Nebengedanken und Nebenzweck, gespannt liest und weiterliest bis zu Ende .... und sich dann später erst wieder daran erinnert, mit welcher Absicht er zu lesen anfing. Fritz Bley versteht das Kunststück. „An's Herz der Heimath", die Erzählung, durch die er jetzt — wenn wir nicht irren zum ersten Male -- als Romancier vor die Oeffentlichkeit tritt, ist eine hervorragende Leistung, Um eine einfache, lebenswahre, geschickt und spannend entwickelte Handlung, die durch eine geradezu verschwenderische Fülle von bezeichnenden Einzelheiten belebt wird, schlingt sich ein reiches, vielfarbiges Rankenwerk von geistvollen, anregenden Beobachtungen und Ausführungen, denen wir selbst da mit regem Interesse folgen, wo wir mit den Ansichten des Verfassers nicht übereinzustimmen vermögen. Die Personen, die uns vorgeführt werden, find von den Hauptfiguren an bis zu den Trägern der kleinsten Nebenepisoden von geradezu dramatischem Leben durchhnucht; sie haben wirkliches, kräftig pulfirendes Blut in den Adern und bewegen sich so lebendig vor uns, daß wir sie fast mit den leiblichen Augen zu sehen vermeinen und uns für ihr Schicksal interessiren, als gehörten sie zu unserm nähern Umgangskreise. Die Sprache ist vorzüglich: originell doch nicht gesucht, voll sprudelnden Lebens doch nicht überladen, voll zarter Poesie und rührender Innigkeit bei den stimmungsvollen, von feiner Beobachtung und tiefer Empfindung zeugenden Naturschilderungen — wahre Wortmalereien, die zu den Glanzpunkten der Darstellung gehören, — voll kräftiger, naturwüchsiger Derbheit bei manchen Gesprächen, voll lebendiger Überzeugungskraft bei den eingestreuten Reflexionen, Und zu all diesen äußern Vorzügen kommt dann noch ein innerer, der uns gleichfalls sehr wohlthuend berührt: die Erzählung ist von einem frischen, wahren, kerndeutschen Geiste durchweht und fließt wie ein reinigender Hauch unter den Wust von Nachahmungen der Zolnschen Naturalistik, die sich gegenwärtig auf dem deutschen Lesemarkt so breit macht . , , , Wir möchten wünschen, daß Bleys „Ans Herz der Heimath" auf recht vielen Weihnachtstischen als Angebinde für deutsche Männer und Frauen zu finden wäre; es ist im besten Sinne des Wortes ein gutes Buch, für das wir dem Verfasser aufrichtigen Dank fchuldig sind. Das ist eine edle poetische Arbeit," Zeitschrift für bildende Kunst: „Der Uebelgriff in das Gebiet der Dichtkunst, den wir uns bei dieser Gelegenheit gestatten, findet seine Rechtfertigung in der Tendenz der Erzählung, die darauf hinausläuft, die deutsche Künstlerjugend vor den Extravaganzen des französischen Impressionismus zu warnen, und sie „an das Herz der Heimath" zu verweisen, als den frischen, lebendigen Born wahrer Schönheit und schöner Wahrheit. Der Verfasser weiß indeß die Tendenz so geschickt im Gewände einer flüssigen und farbenreichen Erzählung zu bergen, daß die Absicht niemanden verstimmen wird. Ein Forsthaus am Südharz und der Pariser Salon, die Wohnstätte treuherziger, natürlich empfindender Menschen und der Schauplatz eines wüsten, von der hohlen Phrase beherrschten Kunsttreibens, sind in einen.überaus wirksamen Gegensatz gebracht, der gleiche Gegensatz drückt sich in den ^Charakteren zweier Brüder aus, die beide die Malerlaufbahn eingeschlagen haben. Von dem weiteren Inhalt wollen wir dem Leser nichts verrathen und nur bemerken, daß wer sich in das hübsche Buch einmal hineingelesen, so leicht nicht davon «blassen wird, bis er die letzte Seite erreicht hat." ----------»-;e uiul mit Unterstützung' <1, ^ ?rovinüil>,lverl>ÄN2«nt »n der t«ui«<:!!eii Uool>8ctiiil« 2U llerlill, 5N Vogen gr. 8°. Ladenpreis:, broschirt in eleg. Umschlag 12 M,, gebunden in solidem Hlllbfranz-Einvand 15 M. Die Grenzboten: „Es ist das Verdienst von Lotz, systematische Inventar!- sirungen der Kunstdenkmäler eines größeren Gebietes — der Kunstdenkmäler jeder Gattung: von den Stadtbefestigungen und den Kirchen bis zu den Meßgewändern, Kelchen und Grabsteinen — angeregt zu haben. Der Gewinn, welchen Inuentarisirungen dieser Art bringen, ist ein vielfacher. Sie dienen zunächst der Wissenschaft: die Statistik, die Topographie, die Geschichte, insbesondere die Kunstgeschichte sehen in ihnen ein Quellenwerk ersten Ranges. Sie dienen weiter der schaffenden Kunst: der Architekt, der Maler, der Bildhauer entnehmen der Schilderung der Denkmäler neue Motive für ihre Arbeiten. Gndlich sind die Inventarisirnngen ein Mittel, Kunstwerke, welche vielleicht in nicht feiner Zeit infolge eines elementaren Ereignisses der Vernichtung anheimfallen, dem Gedächtniß aufzubewahren. Die von Lotz gegebene Anregung ist nicht vergeblich gewesen. Oine große Anzahl deutscher Landschaften ist gegenwärtig damit beschäftigt, Beschreibungen ihrer Kunstdenkmäler zu veröffentlichen. Unter diesen Veröffentlichungen nimmt ohne Zweifel die der Nheinvrovinz das grüßte Interesse in Anspruch. Die Rheinprovinz, reich nn Denkmälern wie keine andere deutsche Landschaft, bietet für jede Periode der Kunstgeschichte von der Nümerzeit an die werthuollsten Beläge. Das vorliegende, trefflich ausgestattete Buch eröffnet die Beschreibung der Rheinischen Denkmäler; es enthält vorerst den Regierungsbezirk Coblenz. Um auf die Bedeutung dieses ersten Bandes aufmerksam zu machen, genüge der Hinweis, daß uns hier die Kunstwerke der besuchtesten Partie des Rheinthals, des untern Moselthals und des Ahrthals, vorgeführt werden. Der Verfasser hat alle Kunstdenkmäler zur Darstellung gebracht, besondere Liebe aber denen der Architektur zugewandt. Die Art der Beschreibung ist folgende. Der Verfasser beginnt mit einer knapp gehaltenen Geschichte des Ortes, dessen Denkmäler er beschreiben will. ^,nde»i er dann zur Schilderung der einzelnen Denkmäler übergeht, macht er zunächst wiederum geschichtliche Angaben über das betreffende Kunstwerk und schließt daran die eigentliche Beschreibung mit einer ästhetischen Würdigung, Ueberall > -t ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------t- , W«M»» WD^ V4- ----- Verlag von L. Voß sc Cie. in Düsseldorf. ''' ^ «„' erhält der Leser zugleich reiche Literaturnachweise, Die geschichtlichen Angaben zeugen uon eingehendem Studium, Die Beschreibung der Denkmäler ist klar und scharf-, selbstverständlich liegt der Darstellung eigene Anschauung zu Grunde,.,." Kölnische Zeitung: „Eine für unsere Provinz, zugleich aber auch für die ganze Kunstwelt höchst'werthvolle Veröffentlichung ist das im Auftrage der Prouinzilllnerwaltung von Dr, Paul Lehfeldt in Verlin herausgegebene, bei L, Voß K Cie., königl, Hofbuchdruckern in Düsseldorf, erschienene Gammelwert „Die Vau- und Kunstdenlmäler der Nheinprouinz", dessen erster, den Regierungsbezirk Coblenz in sich schließender Nand uns uorliegt. Die Aufgabe des Verfassers war eine für den Kunstfreund eben so machtig anregende und reich belehrende als den höchsten Fleiß bedingende. An letzterm hat es Lehfeldt nicht fehlen lassen, Großes und kleines, in die Kunst- und Volksgeschichte tief Eingreifendes und nur dem Spezialisten Wichtiges, alles ist mit gleicher Sorgfalt namhaft gemacht, in feiner geschichtlichen Stellung und seiner künstlerischen Artung knapp, aber völlig kennzeichnend erklärt und daran urkundliches und literarisches Qnellenmaterial in reicher Fülle geknüpft. So weit dabei kritische Urtheile in Betracht kommen, sind dieselben einfach, besonnen, von ernstem Bemühen nach Sachlichkeit getragen. In hohem Maaße erfreut waren wir über eine Bemerkung der Vorrede, in welcher der Verfasser sein Nestreben, „tendenzlos" zu sein, betont und mit einer leider seltenen Ehrlichkeit und Unparteilichkeit zugesteht, daß, wenn auch der Schwerpunkt der rheinischen Kunstforschung auf dein Boden der altrömischen und der fränkisch-romanischen Kunstweise liegt, doch der Spätgothik ein reicher Quell von künstlerischer Schönheit, zumal in der Kleinkunst, entspringt, welche für die deutsche Nennissnnee zu dnnkenswerther Erbschaft wurde . . . Mit großer Spannung fehen wir der Vollendung dieses höchst bedeutenden, in höchstem Maaße nationalen Wertes entgegen." A. Reichenspcrger äußert sich in einer längeren kritischen Besprechung (Titerarischer Handweiser) über das Werk u, A.: „Die Vertretung der Rhein- prouinz will im Punkte der Werthschätzung der im Bereiche derselben befindlichen älteren Kunstwerke uud der Fürsorge für dieselben hinter keinem anderen Landestheile zurückbleiben, nnd das vorliegende Buch beweist, daß sie den rechten Weg eingeschlagen hat, um dies zu bethätigen. Die hier zu lösende Aufgabe ist insofern eine besonders schwierige, als von der Zeit der Nömerherrschaft an das Stromgebiet des Rheines Kunstwerke aller Art in besonders großer Zahl, dnrnnter nicht wenige uon hervorragender Bedeutung, ausweist. Allem Anscheine nach hat sich der dazu geeignete Mann in der Person des Dr. Lehfeldt gefunden. Unter Benutzung der bezüglichen, bereits vorhandenen, reichen Literatur, auf welche stets hingewiesen wird, beschreibt und würdigt derselbe uon Ort zu Ort, was irgend von künstlerischer Bedeutung ist, das Möbelwelt nicht ausgenommen. Selbst Verschwuudeues uon Bedeutung findet in den Verzeichnissen Erwähnung, Natürlich treten besonders die kirchlichen Bauten nebst ihrer Ausstattung hervor; aber auch alle sonstigen Bauwerke, welche irgend ein ästhetisches oder historisches Interesse darbieten, bis zu den alten Nurgen und Priunthauseru hiu, werden uus vorgeführt; nicht weniger als 6ll, Ortschaften nebst Allem, was deren Umgebung Nemerkenswerthes bietet, ziehen solchergestalt an uns vorüber. Mögen auch ortskundige rheinische Kunstfreunde, wie der Verfasser deren in ziemlich großer Zahl namhaft macht, demselben noch so behülflich gewesen sein, immer bleibt das von ihn» Geleistete in hohem Maaße anerkennenswert!); nur eine selten sich findende Vereinigung verschiedenartiger Kenntnisse mit hingebende!« Eifer und unermüdlicher Geduld konnte ihn dazu befähigen ___" w. Tübke schreibt im Deutschen Literaturblatt u. A.: „. . . In einem stattlichen Band von fünfzig Druckbogen tritt diese Arbeit auf, welche als eine im wesentlichen wohl gelungene, von Fleiß und Hingabe, sowie von tüchtigen: Verständniß zeugende hingestellt werden darf. Der Verfasser behandelt die dreizehn Kreise des Regierungsbezirks Coblenz in gesonderter Anordnung und führt die einzelnen Orte mit ihren Denkmälern alphabetisch auf und zwar tlM«!^' l,.'-v ^>> ^ ,. ^ ^ >' >^ ' -., ,,',„v., : v ^'"«'^ Verlag von L. Voß sc Cie. in Düsseldorf. -----------4-i überall in der Beschreibung des einzelnen nach einem festen Plan, der die Orientirung dem Leser erleichtert. Klarheit und Kürze sind bei solchen Arbeiten di« ersten Erfordernisse, und es ist unverkennbar, daß der Verfasser mit Eifer und im allgemeinen auch mit Erfolg nach diesen Eigenschaften gestrebt hat..., Der Inhalt des Buches umfaßt die Monumente von der Nömerzeit bis zum Ausgang des vorigen Jahrhunderts, woraus allein schon auf den Reichthum desselben geschlossen werden mag. Was die Beschreibungen selbst betrifft, so darf ich sie, da ich in den wichtigsten Fallen aus eigener Anschauung nachzuprüfen vermag, als genau und sorgfältig ausgeführt bezeichnen. Es braucht Kundigen nicht erst bemerkt zu werden, daß auf dem hier zur Behandlung gekommenen Gebiete die romanische Baukunst den Lüwennntheil behauptet. Handelt es sich doch um die glänzenden Kirchenbauten von Andernach, Laach, Sinzig, Linz, Bacharnch, Coblenz u. a. Bei den Kirchen St. Eastor und St. Florin dieser letzteren Stadt ist es dem Verfasser nicht entgangen, daß der Untertheil der Westfa?aden zu den ältesten romanischen Denkmälern Deutschlands gehört, und zwar gilt dies namentlich von St, Castor, wo die schwachen Master» kapitale des zweiten Stockwerks zum Primitivsten und Ungeschicktesten gehören, was man von Nachbildung korinthischer Formen sehen kann. Es ist dabei zu betonen, daß erst die fortgeschrittene romanische Kunst an Stelle der Pilaster mit ihren nntikisirenden Gesimsen die Lisenen mit ihren Rundbogenfriesen setzt. Außer der romanischen Kunst ist die strenge Frühguthik durch den Dom zu Wetzlar, die elegante Baukunst des 14. Jahrhunderts durch Monumente wie die Stiftskirche zu Oberwefel und die zierliche Ruine der Wernerskirche bei Bacharnch, die Spätgothik besonders durch anziehende Werke der Kleinkunst vertreten. Aber auch die gerade in diesen Gegenden noch ziemlich zahlreichen Ueberreste mittelalterlicher Nurgen und Stadtbefestigungen sind mit Sorgfalt beschrieben. Für die Renaissance treten besonders die Grabmäler, namentlich zu Oberwesel, Noppard, Simmern u, s, w. in den Vordergrund, und endlich werden auch die oft bedeutenden Barockwerke der Iesuitenlunst nach Gebühr gewürdigt. '. . ." Vomvikar 5chuütgen in Köln widmet dem Vuche in der Westdeutschen Zeitschrift für Geschichte und Kunst eine eingehende Abhandlung, in welcher derselbe u, A, sagt! „, . . Ein 50 Bogen umfassender hübsch ausgestatteter Oktavband liegt vor. Er umfaßt den Regierungsbezirk Coblenz mit feinen 13 Kreifen und 611 Ortschaften, vr. Lehfeldt hat sich der unsäglichen Mühe unterzogen, sie alle zu durchwandern, um ihre Kunstdenkmäler an Ort und Stelle zu erforschen, zu studiren und knapp zwar, aber doch gründlich und verständlich zu beschreiben. Das ist eine mühselige, aber auch eine sehr schwierige Aufgabe, da sie eine außergewöhnliche Menge verschiedener Kenntnisse voraussetzt. Denn sie verlangt einen genauen Einblick in die einzelnen Kunstepochen von der römischen bis zu der des Zopfes und in deren Stilarten, Sie erfordert eine Vertrautheit mit den verschiedenen Kunstgaltungen, mit der Architektur i» erster Linie, aber auch mit der Plastik und Malerei in ihren verschiedenen Zweigen, mit der Goldschmiedekunst, der Weberei und Stickerei, Die manch- füchen Techniken, die hierbei zur Verwendung gekommen sind, dürfen nicht unbekannt sein, auch nicht einige archäologische Hülfswissenschnften, namentlich die Ikonographie und Paläographie, Endlich ist ein tieferer Einblick in die geschichtliche Entwicklung der betreffenden Provinz unentbehrlich. So uielfeitige Kenntnisse finden sich aber äußerst selten in einer Person vereinigt, zumal bei dem neuern mehr auf Spezialisirung gerichteten Standpunkte der Alterthums- Wissenschaft , . . Der vorliegenden Beschreibung der Bau- und Kunstdenkmnler im Regierungsbezirk Coblenz merkt man es leicht an, daß ihr Urheber mit der Architektur sehr vertraut und mit den übrigen Kunstzweigen um so verwachsener ist, je mehr sie von jener beeinflußt sind. Das ist kein Fehler, vielmehr ein Vorzug, da der bei weitem überwiegende Theil sämmtlicher Denkmäler, wie überhaupt, so namentlich in diesem Bezirke, baulicher Art ist . , , ," ff''^ M ^« W , ,'-- Verlag von ^. Vch ^ Nie. in Düsseldorf. norddeutsche Allgemeine Zeitung: „Mit Freude wird jeder Freund vaterländischer Kunst und beschichte den vorliessenden Band begrüßen, welcher den Reissen jener nach Regierungsbezirken eingetheilten Beschreibungen der Bau- und .«unstdentmäler der an derartigen Schätzen so überreichen Nheiuprouinz eröffnet, die auf Veranlassung und aus thatkräftiger Unterstützung der Prouinzial- stände erscheinen sollen. Der Regierungsbezirk Coblenz, der den Rhein von Ningerbrück bis Nemagen, sowie zum großen Theil die Thäler der Nahe, Mosel, Uhr und Wied umfaßt, bietet so viele der herrlichsten Denkmäler, baß die Publikation sowohl dem geschichts- und kunstliebenden Publikum, wie insbesondere auch den Behörden, welche an der Conseruirung der alten Kunstwerke Antheil nehmen, willkommen sein wird, und zwar um so mehr, als manches bisher nicht genügend Beachtete hier gebührend gewürdigt wird. Dr, Lehfeldt hat sich für seine Arbeit an Nergaus „Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg" als Muster gehalten und es ist ihm gelungen, der schwierigen Aufgabe vollkommen gerecht zu werden, den kolossalen Stoff kurz, wie dies ein für ein solches Nachschlagebuch unumgänglich nothwendiges Erfor- derniß ist, und dennoch klar darzulegen. Wie groß die zu bewältigende Arbeit war, ergicbt sich schon daraus, daß über 6NN Ortschaften bearbeitet wurden und das Werk 788 Textseiten in Oroß-Octau umfaßt. Außer der eigentlichen Denkmälerbeschreibung, Mittheilung vieler interessanter Inschriften, Literaturnachweisen :c, bietet das Buch umfangreiches Material zur Lokalgeschichte der betreffenden Orte, Die Ausstattung macht dem Verlag von L, Voß K Cie. in Düsseldorf alle Ehre," Koblenzer volkszeitung: „Das uns vorliegende Buch verdanken wir zunächst der Veranlassung der Provinzialstände unserer an Kunstschätzen verschiedenster Art reichen Provinz und kann als der erste Band eines größeren die ganzen Bau- und Kunstdenkmäler unserer Provinz beschreibenden, allmählich im selben Verlage erscheinenden, Werkes gelten. Der Zweck desselben ist nicht, eine umfassende wissenschaftliche Darstellung aller Kunst- und Baudenkmäler zu geben, sondern dasselbe erstrebt, nach Art eines Nachschlagebuches in aller Einfachheit und mit möglichster Kürze und Klarheit über dies und jenes Aufschluß zu geben. Es wird so dem Kunstkenner und Älterihumsfreund auf ihren Wanderungen ein unentbehrlicher Nachgebet fein und außerdem dazu dienen, bei dem Laien Interesse und Ehrfurcht vor den Denkmalen frommer und gewerbekundiger Väter zu erwecken. In dieser Beziehung hat der vorliegende Band — der in dem ihm gegebenen Nahmen ein selbständiges Buch bildet — seinen Zweck vollkommen erreicht. Uebersichtlich — die 13 Kreise unseres Bezirks sind alphabetisch hintereinandergestellt — mit einem ausführlichen Orts' Verzeichnis; versehen, Druck und Papier recht gefällig, dann, was besonders von Werth, in den Einzelheiten sehr zuverlässig — die Kenntniß der in dem Werke beschriebenen Denkmäler beruht zumeist auf eigner Anschauung — hat das Buch auch den besonderen Vorzug, daß darin unparteiisch den Denkmälern gegenüber getreten wird , . . Wir lenken hiermit gerne die allgemeine Aufmerksamkeit auf das gediegene Buch und wünschen ihm eine große Verbreitung." ->^8"- -s-l WM»»»» «^' Verlag von Q Voß H Cie. in Düsseldorf. Movellen von Ernst Narre. Inhalt: Eine moderne Ehe. Grnün. Jugendliede. 199 S. 8°. Preis: brosch. 8,60 M„ «leg, gebunden 4.5N M. Fränkischer Kurier: „Drei Novellen, darunter eine in Versen, enthält das Buch, die sich wohlthuend vor der Dutzendliteratur, wie sie gegenwärtig fabrizirt wird, auszeichnen. Dabei sind es weder pikante Kabinetstücke für Feinschmecker, die uns hier geboten werden, noch überraschend neue, seelische Konflikte, deren Lösung vorgeführt wird, sondern schlichte Episoden aus dem Menschenleben, die sich täglich in immer neuen Variationen wiederholen. Aber ihre Darstellung ist geschmackvoll und psychologisch fein, die Zeichnung der Figuren "charakteristisch und eingehend," Hamburger Fremdenblatt: „Barre hat sich den Namen eines kurzweiligen, spannenden Erzählers erworben. Er verleugnet ihn auch in diesen, seinen neuesten Novellen nicht, auf welche das Wort „abenteuerlich" im besten Sinne paßt. Von den drei Novellen dieser Collectiv« ist die zweite „Erwin" nach Heyse'schem Muster versificirt, und zwar glatt und elegant in Iamben und Reime gebracht." Kölnische Zeitung: „Aus dieser kleinen Nouellensammlung spricht ein vornehmer Geist, der sich geschmackvoll und mit künstlerischen Absichten zu geben weiß. Das Buch ist erfreulich, weil es einen künstlerischen Zug in sich trägt und nicht die dreiste Gedankenlosigkeit des Handwerkes und der Dilettanten zeigt, die schamlos die abgerissensten Lappen dem gutmüthigen Publikum als neue Stoffe anbieten." f)osener Zeitung: „Von den drei Novellen „Eine moderne Ehe", „Erwin" und „Jugendliebe" ist die erstgenannte die bedeutendste und am meisten ausgeführte. Sie schildert den Konflikt, in den ein geistvoller und feuriger Mann geräth, als er in seiner hübschen und reichen Frau ihre grenzenlose Oberflächlichkeit, ihr Unvermögen, ihm auch nur das geringste geistige Verständniß entgegenzubringen, entdeckte und neben dem Kiesel des echten Edelsteines gewahr wird. Der Leichtsinn, mit dem auch er, ohne daß ihn etwas oder Jemand gezwungen, eine auf weltlichen Vortheil mehr als feelische Gemeinschaft strebende „moderne Ehe" geschlossen, rächt sich furchtbar. Tragisch endet diese, wie die zweite in Versen geschriebene Novelle, während die dritte fröhlich aufklingt. Allen dreien gemeinsam ist die künstlerische und feine Weise der Darstellung, die Beherrschung des Styls und der Sprache." Gartenlaube: „In der Sammlung Novellen, welche Ernst Barre veröffentlicht, scheint uns die zweite: „Erwin", welche, abweichend von den beiden anderen, in poetischer Form gegeben ist, die ansprechendste zu sein. Doch weiß der Verfasser auch in Prosa geschickt zu erzählen und das Interesse des Lesers - durch psychologische Vertiefung feiner Stoffe und Charaktere zu gewinnen," ----------^-H>-^ «^ NONl^HWMW«» —^ß Verlag von ^. Vojz sc Cie. in Düsseldorf. Neue Gedichte Karl Woennann. 24? S. kl, 8°. Preis: eleg. gebunden 4 M. Die Gegenwart: „Den ersten Platz unter den uns vorliegenden lyrischen Dichtungen verdient ohne Frage die „Neuen Gedichte" von Karl Woermnnu, Der durch seiue früheren Gedichtsammlungen rühmlich bekannte Verfasser zahlt zu denjenigen Poeten, die durch die zwei allerbesten Schulen gegangen sind, welchen sich ein heutiger Lyriker zuwenden kann, durch die Schule unseres edlen Meisters Platen und durch die des modernen Lebens, Woermann gießt in die klassisch aufgeklärten Formen des deutschen Aristovhanes den Geist unserer Tage und legt überall Zeugniß ab von dem Bewußtsein: Der Dichter ist nicht nur ein Herzenskündiger, er ist auch ein Kündiger seines Jahrhunderte,, Unser Dichter ist seiner ganzen Anlage nach viel weniger ein Lyriker der Empfindung als ein Lyriker der Anschauung und des Gedankens, und namentlich die Anschauung ist es, die seinen Gedichten das charakteristische Gepräge verleiht." Nreslauer Zeitung: „Ein reicher, aber auch reifer, tiefgeklärter Geist spricht aus den Gedichten, welche Karl Woermann, den uielbegnbten Direktor der Dresdener Gemäldegallerie, zum Verfasser haben, Künstler und Dichter sind in ihm harmonisch vereint, dem Einen ist keine Empfindung der Seele, kein Trieb des Menschlichen fremd, der Andere weiß jede Empfindung, jeden Trieb in die klarste, goldenste Form zu fassen. Und aller Formen ist Woermann gleich mächtig, der wogenden Oden-Rhythmen sowohl wie des fest in sich gefchlossenen, volltönenden Sonetts. Aus seinen Valladen hebe ich den packenden Sang von dem ersten Golde, wie es kaum gefunden, blutigen Kampf erregt und die Knechtschaft heraufführt, fowie die „Moderne Ballade" hervor, von seinen Naturschilderungcn die fonnenklaren Rheinlieder und die kraftvollen Gedanken- und Stimmungsergüsfe vom Nordseestrande, von seinen Nraut- gesängen das prächtige „Am Hardanger Fjord". Ein gewaltiger männlicher Odem weht durch die Sonette und Distichen, Es ist eine Lust, daß solch' ein hervorragendes Talent regierend auf einer der ersten Kunststätten walten darf, dort wo er tausend Anregungen empfangen, tausend ausstreuen kann." Magazin für die Literatur des In- und Auslandes: „Gleich das erste Buch der „Neuen Gedickte" legt Zeugniß ab für den hohen Kunstsinn des Dichters, Diese Woermann'schen Balladen und Erzählungen athmen eine fast körperlich wirkende Kraft der Schönheit; sie find ohne Ausnahme fcharf und anschaulich herausgemeißelte Bildwerte von greifbarer Sinnlichkeit des künst- lerifchen Eindrucks, ganz abgesehen davon, daß sie auch ihre Sujets zu einem großen Theile dem Gebiete der vom Geiste einer ästhetischen Lebensanschnuung verklärten Welt der Griechen entnehmen. Alle diese Gedichte sind ebenso viele Verherrlichungen des Schönheitsideals von Alt-Hellas, und daß sie auch in Sprache und Empfindung des echten hellenischen Geistes voll sind, das prägt ihnen den Reiz wahrhaft künstlerifcher Vollendung auf: Inhalt und Form durchdringen sich hier bis zur vollständigsten Harmonie. Diese Gedichte sind ohne Frage die Perlen der Sammlung und die charakteristischsten Aeußerungen des Woermnnn'schen Talentes," ^°- Verlag uon ^'. Voß ^ Cie. in Düsseldorf. Des O. Aoratius Ilaccus Gben. Im Original Uersmnße übersetzt von Aloys Fritzen. XVIII. 150 S, 8«. Preis i broschirt 8 M,, eleg. gebunden in Liebhaber-Einband 5 M. Litcrarischer t^audweiser: Einer besondern Beachtung darf das vorliegende Buch, trotz der vielen in der letzten Zeit erschienenen Horaz-Ueber- setzungen, schon aus den: Grunde sicher sein, weil der Verfasser nicht Philolog ist; auch „will er mit seiner Arbeit nicht philologischen Zwecken im engern Sinne dienen. Er hat solche Leser vor Augen, welche auf Grund ihrer Gnmnasilllftudien oder ihrer anderweitigen Beschäftigung mit den geistigen Schätzen des Alterthums die Dichtungen der Griechen und Römer liebgewonnen haben und ihre Schönheiten in vollem Maße zu genießen im Stande sind". Trotzdem oder vielmehr gerade deshalb wird der Fachmann die Gabe in unserer Zeit der Angriffe und Schmähungen auf humanistische Nildung und alte Sprachen freundlich willkommen heißen, als besten Beweis dafür, daß die klassischen Studien auch außerhalb des engern Kreises der Genossen ihre Freunde und Verehrer finden, die noch im spätern Leben mit Vergnügen den in der Schule gelesenen Klassikern sich widmen. Sollte diese Erwägung allein schon dem Unternehmen eine wohlwollende Aufnahme bereiten, die etwa eine nachsichtige Beurtheilung rechtfertigen würde, so wird der Genuß bei der Lektüre der Gedichte um so ungeschmälerter und grüßer sein, als uns keinerlei Enttäuschung bevorsteht, im Gegentheil die Arbeit auch den gerechten Anforderungen des Philologen genügt. Selbstverständlich war es, daß der Uebersetzer, dessen Beruf Textstudien ausschließt, seiner Arbeit eine anerkannte Ausgabe zu Grunde legte, wie das vielleicht für Alle zu empfehlen wäre. So folgte er im Allgemeinen Nauck, nur in einzelnen Fällen Kießling oder Stallbaum. Im Uebrigen arbeitete er durchaus selbständig, und jede Seite läßt erkennen, daß er Herr des Stoffes und im Besitze der erforderlichen sprachlichen und sachlichen Kenntnisse ist ... . Beigegeben ist ein Anhang mit Erläuterungen zu den einzelnen Oden, besonders in geographischer, mythologischer und historischer Beziehung, unter Benutzung uon Na»ermann, Nauck und Kießling. Dieselben enthalten ganz kurz nur das Nothwendigste für den vom Verfasser angedeuteten Leserkreis und genügen zu diesem Zwecke vollkommen. Nichtig war es, sie in einen Anhang zu verweisen, damit sie den Leser, der ihrer nicht bedarf, nicht stören. So darf das Werk sich neben den besten unserer deutschen Horaz-Ueber- setzungen recht wohl sehen lassen und kann allseitig empfohlen werden, zumal da auch Druck und äußere Ausstattung nichts zu wünschen übrig lassen. ----------°"R"----------- «^ -------------- Verlag uon H. Vch öc Cie. m Düsseldorf. I Die Poesie der ^innsprüche und Devisen. Von w. wichmann. Preis: broschirt 3 M.< eleg, gebunden 5 M. 322 S. 8«. Inhalt: Die Entstehung der Devisen und Sinnsvrnche. — Die griechischen Heroen und VIassiKer. — Die romischen ClossiKer. — Nie geistliche» Ritterorden. — Nie Wappen und Turniere. — Nie Schlacht- und Feldrufe. — Nie Poetik der Devisen. — Die weltlichen Ritterorden. — Die Uniuersitä'ten und die Stammbücher. — Nie italienische Sprüchpoejio. — Nie prouenealisch- französische Spruchpoesie. — Nie spanischen und portugiesischen Devisen. — Nie Devisen und Motto'» Großvritannieno. — Nie niederländische Spruchpoesie. — Nie siandiuauische und slavische Spruchpoesie. — Der dänische Elephanten Orden. — Die Wahlsprnche der Hohenzollern. — Nie Spruchpoesie Deutschland«: a) Literatur und ältere Veit, b) die Zeit der Reformation und den dreißigjährigen Krieges, o) die deutschen Flauen, li) die gelehrte Welt. — Nie humoristische Spruchpoesie. Deutsche Revue: „Für dieses Buch, welches eine reiche Sammlung von Denksprüchen und Devisen enthält, müssen alle Litteraturfreunde dem Verfasser dankbar sein, Es ist eine sehr schwierige und mühevolle Arbeit, die poetischen Sinnsprüche und Devisen aus ältester und neuerer Zeit zu sammeln und zu kommentiren. Der Verfasser hat eine vortreffliche Auswahl und Eintheiln««, in seine», Werke getroffen. Derselbe beginnt mit den griechischen Heroen und Klassikern, geht dann zu den. römischen Klassikern über und bringt schließlich die Sinnsprüche romischer, griechischer und deutscher Kaiser, Die bekannten ouidischen Worte: „L«etÄ, w«ri" hatte Kaiser Ferdinand I. als seinen Leibspruch gewählt. Es ist einer der schönsten Sinnsprüche für einen Monarchen: „das Recht zu schützen". Wir wollen den» »vorliegenden Buche eine ebenfo große Verbreitung wie Büchmann'-s „Geflügelten Worten" wünschen. Nicht nur zum Lesen, sondern auch als Nachschlagebuch ist das Werk bestens zu empfehlen." Literarischer ^anoweiser: „Ein sehr interessantes Buch, das ungefähr nach Art von Vüchmann's „Geflügelten Worten" gehalten ist. Den fremdsprachlichen Devisen ist in der Regel eine deutsche Uebersetzung beigegeben, und zwar mit geringen Ausnahmen so geschmackvoll als korrekt, wie überhaupt die ganze Darstellung fein und geschmackvoll ist nnd sich auch dadurch uortheilhaft auszeichnet, daß sie Unästhetisches fern hält. Nebenbei empfehlen wir die prächtige, dem Inhalt ganz entsprechende Ausstattung anderen Verlegern zu bester Nachahmung," Germania: „Dem verstorbenen General Joseph von Radowitz gebührt das hauptsächlichste Verdienst, in Deutschland die Spruchpoesie zu näherem Verständniß und richtiger Würdigung gebracht zu haben; doch hat diefer in seiner Monographie über die Sinnsprüche und Devisen des späteren Mittelalters nicht nur selbst seine bestimmten Grenzen gezogen, sondern auch den reichen Stoff weniger historisch als vielmehr rein inhaltlich behandelt. Dem allgemein gefühlten Bedürfniß nach weiterer Kultivirung dieses dankbaren Feldes hilft der Verfasser dadurch ab, daß er unter Hinzufügung der Sinnsprüche des klassischen Alterthums, der Schlachtrufe des frühen christlichen Mittelalters, »WMMM»»»»»»» l^.---------- Verlag von L. Vch ö^ Cie. in Düsseldorf. ---------------4-! wie der Mottos der Neuzeit und des hiermit in enger Verbindung stehenden Ordens- und Turnierwesens die bezügliche bisher vorhandene Litteratur historisch so reichhaltig bis in die allerneueste Zeit hinein ergänzt, daß das hiermit bestens empfohlene Werk als ein im höchsten Grade interessantes anzusehen sein dürfte." Allgemeine conservative Monatsschrift: „Ein prächtiges Buch, welches den Prachteinbnnd mit Goldschnitt wohl verdient. Sein Motto heißt: Fromm weiß ehrlich mild Gehört in des Adels Schild. Es wird auf keiner Bibliothek wissenschaftlicher Art fehlen dürfen, doch auch von jedem Gebildeten mit Interesse und Nutzen gelesen werden, wenn auch das Ganze mehr zum Nachschlagen und Studium, als zu einmaligem Genusse dienen dürfte." Kölnische Zeitung: „. . . Die goldenen Sprüche und Sinnbilder, in denen die Weisen und Gewaltigen der Kulturvölker ihre Richtung und Ueberzeugung ausgeprägt haben, sind für die Kenntniß der Persönlichkeiten wie der Zeitalter und Länder, in denen sie lebten, nicht minder charakteristisch als die Sprichwörter, die, im Volke entstanden, dem Volke als Wahrzeichen seines Geistes dienten. Aber auch die goldenen Wahl- und Sinnsprüche haben ihre Geschichte, Auf Anregung und unter Benutzung der 1851 in Berlin erschienenen Schrift des am 25. Dezember 1853 verstorbenen gelehrten, geistreichen Generals F.-M. von Radowitz „über die Deuifen und Mottos des Mittelalters" hat W. Wichmann in Wiesbaden das Material historisch geordnet, litterarisch erläutert und durch die Sinnsprüche des klassischen Alterthums, durch die Schlachtrufe des frühen Mittelalters wie durch die Mottos der Neuzeit, auch durch die des Ordenswesens ergänzt, „Die Poesie der Sinnsprüche und Devisen" von W, Wichmann bringt in schöner Form einen wahren Schatz von Kcrnsprüchen für Herz und Sinn, die zugleich kulturgeschichtlichen Werth haben." Wiener Böse Jungen: In diesem über 20 Bogen umfassenden, typographisch sehr elegant ausgestatteten Buche hat der Verfasser gewissermaßen ein Unicum geschaffen, eine mit erstaunlichem Fleiße mühsam vollbrachte Arbeit, welche, wenn auch von überwiegendem Interesse für den Adelstand, doch auch für bürgerliche Kreise, namentlich für die gesummte literarische Welt von unbestreitbarem Werthe ist. In seinem Vorwort, welches er mit dem Goethe'schen Citat: „Greift nur hinein in's volle Menschenleben, Denn wo ihr's packt, da ist es inter'ssant" einleitet, deutet der Autor die Entstehung und den Zweck seiner Schöpfung näher an. Wenn schon — meint er — der Schatz von Sprüchwörtern aus dem Volke nicht zu verachten ist, um wie viel weniger seien es die goldenen Sprüche und Sinnbilder, worin des Volkes Führer und Lehrer, seine Meister und Muster ihm und sich selbst und ihren Familien und Nachkommen zu leuchtendem Vorbilde dasselbe gethan haben? Das Hauptverdienst, die Spruchpoesie zu näherem Verständniß und richtiger Würdigung gebracht zu haben, gebührt nach dem Ausspruch des Verfassers dem verstorbenen General von Radowitz. Seine Monographie über „die Sinnsprüche und Devisen des späteren Mittelalters" diente Wichmann als Basis, auf welcher er mit Hinzufügung der Sinnfprüche des klassischen Alterthums, der Schlachtrufe des frühen christlichen Mittelalters wie der Motto's der Neuzeit und auch des damit in Verbindung stehenden Ordenswesens, die Radowitz'sche Sammlung vervollständigte und ergänzte. Das hochinteressante Buch, in gewisser Beziehung ein Seitenstück zu Simrock's „Deutschen Sprichwörtern", verdient jeder öffentlichen und Prinat- Bibliothek aller civilisirten Nationen einverleibt zu werden. ---------------------- ^ '^,>"Ä'^ ^l -' Verlag von Q Voß H Cie. in Düsseldorf. Die Heilung des Grest in Goethes Iphigenie, eine religiös-sitlliche Lösung im Geiste des Christentums. Zur Erinnerung mi das erste Erscheinen von Goethes Iphigenie im Jahre 178? von 1)r. Adolf Matthias. 48 S. 8», Preis: 1,20 M. Frankfurter Journal: . ., Der Verfasser weist nach, daß das Ideal der Versöhnung durch den Glauben an die Gnade der Gottheit uon Goethe in der «eilung des Orestes dargestellt wird und daß dieses Ideal in engster Abhängigkeit vom christlichen Urbilde des Glaubens an die Rechtfertigung durch den Glauben ohne des Gesetzes Werke steht. Ob der Dichter sich dessen bewußt war, ist gleichgiltig. Die Darstellung dieses Beweises ist lichtvoll und beredt und nirgends finden wir haltlose Hypothesen und erzwungene Beweisglieder. Jeder Freund unserer Literatur und unseres herrlichen deutschen Dramas wird die Schrift mit um fo größerer Befriedigung lesen, als sie von einem warmen Empfindungshauch durchströmt wird und ein sehr beachtenswerthes Eindringen in den Geist Goethe's bezeugt. Wir zitiren zum Beweise dessen einige Zeilen: „Nur ein frommer Dichter vermag in der dahinfließenden Welle und im norüberschwebenden Vogel ein Sinnbild des Ewigen zu sehen, nur ein frommer Dichter vermag, wenn die Vüglein im Walde schweigen und Ruhe über allen Gipfeln ist, dieses Walten der Natur so zu empfinden, daß er sich nach dem Frieden fehnt, der vom Himmel ist; nur ein frommer Dichter vermag Menschenglück und Menschenleid so nachzuempfinden, und der Heilung eines geplagten Menschenherzens so nachzusinnen wie Goethe es gethan auf seinem einsamen Ritt über die winterlichen Hochgesilde des Harzgebirges, Weil es diesem Welttinde so leicht wird, den Hauch des göttlichen Geistes überall in der Welt, im Kleinsten wie im Großen, in der Natur und im Menschenherzen, in Kunst und Geschichte zu spüren, und weil dieser gottbegnadete Dichter nicht erst mühsam die Stufen der Himmelsleiter emporzuklimmen braucht, um Gott zu schauen; weil er nicht in jedem Augenblick mit seiner Glaubensüberzeugung auf den Märkten und an den Straßen prunkt und prahlt, deshalb glauben so Viele, dieses Weltkind sei ein grober Heide und flacher Atheist gewesen," Unsere Schrift ist nicht mit jenen pädagogischen Uebungen zu verwechseln, die es sich zur Aufgabe machen, in uusere deutschen Dichtungen Christliches und Religiöses hineinzudeuten, um dieselben dadurch den Schülern bedeutender und werthvoller erscheinen zu lassen; sie ist eine unbefangene und geistvolle Studie ohne greifbare Tendenz und daher um so beachtenswerther. «^ Verlag von H. Vch sc Cie. in Düsseldorf. Rhein.-Westf. Zeitung: In Goethes Iphigenie ist die Heilung des Orest von seineu Gewissensqualen, die Goethe nls die „Achse des Stückes" bezeichnet, ein Vielumstrittenes Räthsel, Der Verfasser der oben angeführten kleinen Schrift, gestützt auf Goethes vielfach hervortretende Aeußerungen christlicher Weltanschauung, ans genaue Betrachtung der dramatischen Vorgänge im Stücke, «ersucht eine sittlich-religiöse Losung im Geiste des Christenthums. Dabei hält er sich fern davon, auf die einzelnen Momente der Heilung Orests Begriffe und Vorgänge christlicher Glaubenslehre direkt anzuwenden, nur durch Ver- gleichung mit solchen sucht er dem Verständniß näher zu bringen, daß Orest durch Reue über seine That, die sich bis zur Todessehnsucht steigert, durch Berührung mit der reinen Schwester, die den Fluch des Geschlechtes lösen kann, die ihm seinen Glauben au den Haß der Götter in ein Vertrauen auf ihre Liebe verwandeln kann, endlich durch tiefste Erschütterung seiner Seele in der Vision, umgewandelt und geheilt wird; ja, der Verfasser gibt zu, daß der innerste Grund des Vorganges uns ein Räthsel bleibt, wie es in ähnlicher Weise die christlichen Gnadenwirkungen für uns bleiben. Ob Goethe den Vorgang der Heilung Orests genau so sich gedacht, ist eine andere Frage, die wir wahrscheinlich nie werden beantworten können. Jedenfalls aber bringt dieser ansprechende Versuch einer Lösung uns das Verständnis des Stückes näher und läßt uns Blicke thun in die unendliche Größe und Tiefe dieses Meisterwerkes. Und das ist ja das Ziel und der Lohn einer liebenoll eindringenden und maßvoll nachdichtenden Interpretation. — In den Anmerkungen bespricht der Verfasser die abweichenden Meinungen Schereis und Kerns und führt auch die Litteratur über diese Frage und über Goethes Stellung zum Christenthum überhaupt ausführlich an. Evang. Gemeindeblatt für das HerZogthum Vraunschrveig: Zur Erinnerung an das erste Erscheinen von Goethes Iphigenie i, I. 1787 tritt die Schrift den Nachweis an, daß das Ideal der Versöhnung durch den Glauben an die Gnade der Gottheit, das Goethe in der Heilung des Orestes darstellt, in engster Abhängigkeit vom christlichen Urbilde des Glaubens an die Rechtfertigung durch den Glauben ohne des Gefetzes Werke steht und sich vielleicht klarer und entschiedener ausgeprägt hat, als dem Dichter selbst bewußt war. Die Abhandlung ist auch dadurch interessant, daß ihr das Urtheil eines hervorragenden Irrenarztes über die Frage, ob und und inwieweit der Zustand des Goetheschen Orest als Wahnsinn im wissenschaftlichen Sinne bezeichnet werden darf, in den Anmerkungen beigefügt ist. Auf die Behandlung des religiösen Problems gedenken wir später zurückzukommen; für jetzt beschränken wir uns darauf, die Schrift allen Freunden des herrlichen Dramas zu empfehlen. Nlätter für literarische Unterhaltung: Eine gehaltvolle Studie über „Die Heilung des Orest in Goethes Iphigenie" hat Adolf Matthias erscheinen lassen. Er gelangt zu folgendem Ergebniß: Zuerst in Orest hat sich siegreich erwiesen die heilige Macht der Gottheit, welche die Liebe ist. Die neue sittliche Weltanschauung hat über die alte unsittliche Gottes- und Weltanschauung gesiegt. Herrschten früher die Götter der Rache, die dem Sohne das Schwert in die Hand zwängten gegen die eigene Mutter, so herrscht von jetzt ab die Gottheit, welche Liebe und V«rgebung da wallen läßt, wo bisher ,haß und Rache ihr trauriges Regiment führten. Die Götter und die Formen dieses Dramas sind griechisch, aber der Geist, welcher diese Menschen- und Gotterwelt durchzieht, ist der Geist des Christenthums. -^3"^ -^« >-!- ----------------------------------------------------------------------------------------------- ----- -r-D »»» Verlag von O. Voß öc Cie. in Düsseldorf. Erlebtes, Erdachtes, Hi Reime Gebrachtes. Von Oskar Grause. 82 S. 8», Preis: broschirt 1,50 M, mit Goldschnitt gebunden 2,50 M. Vie j)ost: „Dies hübsch ausgestattete Bündchen wird mit einem poetischen Vorwort eröffnet, das den im römischen Recht wohlerfahrenen Juristen nicht verkennen läßt. Es erquickt uns ferner mit frischen Klängen aus dem Studentenleben, die so ursprünglich und hell nur einer Brust entquellen können, welche selbst noch umwogt wird von der alten lieben Burschenherrlichkeit, und wir finden darin den Vater Rhein so liebeuoll und doch so wahr besungen, daß wir zu dem Schluß gelangen, der Dichter — einen solchen und zwar einen echten und rechten haben wir in dein Antor vor uns — müsse in dem dortigen Leben, das „einem so lieblich eingeht und das den Muth so freudig wachsen läßt", selbst heimisch sein. Manchem jungen Blut, das diese Lieder liest, vielleicht just bei Beginn der Herbstferien, wird es zu Muthe werden, wie es der Dichter selbst von sich bekennt: „Hei Ferien! Fort du Moderduft, Es klopft das Herze schneller. Mir schmeckt die frische Herbstesluft Schon fast wie Muskateller, Drum, Mutter, gieb den Mammon her, ^ Brauchst just dabei nicht sparen — Ich muß hinaus! Und kreuz und quer Durch's Rheingan will ich fahren!" Schon an dieser kleinen Probe erkennt man, daß es die kräftigen Laute Scheffels sind, denen die Sangesart des Schöpfers dieser frohen Lieder ähnelt. Die meisten würden — auch gleich den Scheffel'schen — sich sicherlich bald einen Platz in dem Liederkranz unserer studentischen Jugend erobern, wenn ein Komponist, ebenso flott und burschikos angelegt, wie es der Dichter ist, sich ihrer annähme," Hamburger Reform: „In den Liedchen dieses Poeten athmet ein frischer, gefälliger, znm Herzen gehender Ton, der Ton eines Gaudy, Kopisch, Robert Reinick. Sie sind von einem gesunden und drolligen Humor belebt, dabei meist anmuthig und leicht im poetischen Stil. Es ist nichts Ungellügeltes, Gezwungenes und Steifes in seinen Versen, sondern Alles erscheint natürlich, durchsichtig und klar, mit dem vollen Hauche der Jugend versehen," Mannheimer Tageblatt: „Es ist ein anspruchsloses Büchelchen, das in hübscher Ausstattung, mit dem obengennnnten. Titel versehen, uns auf den Rednttionstisch fällt. Hübsche Gedanken in gefälliger Form, ein kernhafter Humor, der genießbarer Sentimentalität zu kräftiger Stütze gereicht, Sie lesen sich recht angenehm, diese Gedichtchen, und verrathen den Verfasser als einen lebensfrohen Kameraden, der so recht in der Erinnerung an die schöne Zeit schwelgt, da er noch zu den Füßen der ^.Im» mater gesessen. Das alte Thema Wein, Weib und Gesang ist in diesen netten, als Iinr« ä'osuvre gut zu verwendenden Poemen so glücklich und genial behandelt, daß es noch viele Leser ebenso ergötzen wird, wie es uns ergötzt hat." ----------"8S"---------- »WWW Verlag von H. Voß ^ Cie. in Düsseldorf. BW NGMMM« und die deutsche Litteratur. Eine litterarWllMche Studie von vl. F. H. Otto Weddigen. 47 S. 8«. — Preis: 1 M. HerrigZ Archiv für das Itudium der neueren sprachen und Litteraturen: „Vorliegende Schrift unternimmt es zum erstenmal, das Verhältniß der glorreichen Dynastie zu dem geistigen Leben des deutschen Volkes, insbesondere z» seiner Litteratur in Betracht zu ziehen. Mit kritischer Schärfe ist das vorhandene Quellenmateiilll gesichtet worden, die Darstellung ist fesselnd, überzeugend, belebt vom edelsten und reinsten Patriotismus und getragen von einem Adel des Geistes, Ls wird der Schrift zuversichtlich an einem größeren Leserkreis nicht fehlen, fie verdient es im vollen Maße." 5taat5°AnZeiger: „Die Schrift unternimmt es zum ersten Mal, das Verhältniß der Dynastie der Hohenzollern zu dem geistigen Leben des deutschen Volks in Betracht zu ziehen, ein Gegenstand, welcher in dieser Ausdehnung noch keine kritische Behandlung erfahren hat, — --------Das mit warmer patriotischer Hingabe und Ueberzeugung geschriebene Werkchen dürfte in der That als Beitrag zur Geschichte des Hohenzollerngeschlechts wie zur deutschen Litteraturgeschichte überall im deutschen Vaterland« freundliche Aufnahme finden," Zchulblatt der Provinz Vrandcnburg: „Eine vortreffliche, in ihren Angaben zuverlässige und durch ihren Ton unser Herz wohlthuend berührende Darlegung! Sie geht auf den Satz hinaus: „Die Hohenzollern weisen Fürsten auf, welchen ihres Landes Ehre und Größe der Leitstern ihres Strebens war, welche aber auch für die geistigen Interessen des Volkes zumeist ein offenes Auge hatten. Und was sie für Preußen thaten, das war für Deutschland gewonnen!" Wir eignen uns den Geleitwunsch des Verfassers an: Möge das Werkchen, ein wesentlicher Beitrag zur Geschichte des Hohenzollerngeschlechts wie auch zur deutschen Litteraturgeschichte, im deutschen Vaterlande freundliche Aufnahme finden." .^M«- Wn?W!MM Verlag von H. Vojz sc Cie. m Düsseldorf. -^l Jas Gebet des Aerrn in neun Betrachtungen der Gemeinde ausgelegt von Dermmn Peterjen, Pfarrer in Düsseldorf, 127 S. 8°, Preis: broschirt 2,5N M., eleg. gebunden mit Goldschnitt 4 M, Neue evang, Airchenzeituug: „Petersen hat eine schlichte und nüchterne Ausdrucksweise, die fern von aller Effekthascherei keusche Klarheit und Wahrheit mit eindringlicher Kraft verbindet. Die Betrachtungen selbst zeichnen sich durch eine gediegene und schriftgemäße, an die Schule Beck's erinnernde Auslegung der deni Gebet des Herrn eigenen Grundbegriffe aus und fördern bei ihrer stets praktischen Tendenz ebenso sehr die geistliche Erkenntniß wie das geistliche Leben," Theologisches Literaturblatt: „In der That sind diese Betrachtungen oder Predigten sehr wohl geeignet, die Grundbegriffe der Anrede der einzelnen Bitten und des Beschlusses in anschaulicher und erwecklicher Weise dergestalt einzuprägen, daß es auch dem einfachen Manne nicht allzuschwer werden kann, sein Vaterunser mit Bewußtsein zu beten. Es «ersteht sich, daß dies nur durch eine schlichte, lichtvolle, praktische und konzentrirte Vehnndlungsweise möglich geworden ist, die dem Homileten zwar keine neuen Ideen, wohl aber eine Handreichung zu kernig populärer Verwendung und Verwerthung des Bekannten bietet. Die Auslegung ist streng biblisch, die Sprache ernst und edel." Kirchliches Wochenblatt für die evang, Gemeinden des Vermischen Landes: „In schöner, sehr gefälliger Ausstattung sind im Verlage von L, Voß K, Co, in Düsseldorf von Pfarrer Hermann Petersen daselbst neun Betrachtungen über „Das Gebet des Herru" erschienen, die wir den Lesern unseres Blattes mit gutem Grunde empfehlen dürfen. Fern von aller Effekthascherei und unwahrem Pathos geben diese gehaltvollen Predigten in leicht verständlicher, durchsichtiger Form eine gründliche und klare, die christliche Erkenntniß und das geistliche Leben gleicherweise fördernde Darlegung der Gedankentiefe und ^ülle des Unser-Vaters, besonders der in ihm vorkommenden Grundbegriffe des Evangeliums wie Name, Reich, Wille Gottes, Schuld, Vergebung, Versuchung u. s, w. und das alles auf Grund einer gediegenen, tiefer eindringenden Schriftforschung, die mit nüchternem Blick für die praktischen Bedürfnisse des innern Lebens und die Schäden unseres Geschlechtes gepaart sind," ^"F>-<^ Verlag von ll. Voß & Cie. in Düsseldorf. ---------------4-B Gedichte von G. S. Adelbert Ulltorp. 194 S. 8°. Preis: eleg, gebunden mit Goldschnitt 3,60 M, Kirchliches Monatsblatt: Auf der heiligen Flur des christlichen Glaubens- lebens sind diese Blumen gewachsen, deren zarte schöne Formen und lieblicher Duft auch eine Recensenten-Seele im tiefsten Grunde erquicken. Der Dichter war uns schon früher bei mancher Gelegenheit als ein rechter Poet von Gottes Gnaden bekannt geworden, aber die reiche Fülle und Mannigfaltigkeit des Straußes hat uns doch überrascht. Auf die verschiedensten Gebiete des christlichen Lebens hat ihn seine Muse begleitet und überall lebensvolle, herzerquickende Klänge seiner Harfe entlockt. Dabei durchweht seine Lieder der gesunde Geist evangelischen Glaubens, dem Schwärmerei, Empfindelei und Tändeln ebenso fremd sind wie Zweiselsucht und Gednnkenblässe, Darum können wir dem werthen Leser mit gutem Gewissen zurufen: Nimm und lies! und möchten das schön ausgestattete Büchlein namentlich auch als Konfirmationsgeschcnk empfehlen. In neun Büchern enthält es Lieder für heilige Zeiten, biblische Bilder, Klänge aus dem verborgenen Leben, Lieder des Hauses, der Nacht, aus Natur und Leben, aus Geschichte, Legende und Sage, fliegende Blätter und Gelegentliches. -----------"33"----------- Genrebilder der Poesie. Nie Kindheit. — Die Jugendzeit. — Vie Nraft. — Vas Alter. Herausgegeben Ludwig Bund. Mit einem chromolithogravhirten Titelbiloe von PH, GrotIohann, 215 S. kl. 4°, Preis: in Prachtband gebunden 6 W. Kölnische Zeitung: „Genrebilder der Poesie" ist der Titel einer sehr geschmackvoll und sorgfältig von Ludwig Bund zusammengestellten Auswahl von Gedichten deutscher Lyriker, die als Geschenk, auch für die reifere Jugend, gern empfohlen wird," WUWOl > ------------------f-Z Verlag von L. Voß ^ Cie. m Düsseldorf. Ein Raiserfest im „Malkasten" zu Düsseldorf mit dem MsM von Carl HM und 1,1. in Holzschnitt ausgeführten Originalzeichnungen von Prof. Andr. Hchenbach, Prof. A. Gaur, Erich Üasch, W. Cumphausen, M. Grüt2«hllnn, Carl Hoff, C. Hunten und W. Simmler von Dr. Bernhard Lndrulat. 86 S. 4». Preis: eleg. gebunden 5 M. Petersburger Zeitung: „In reicher prachtvoller Ausstattung liegt uns eine Beschreibung des wunderbaren Festes vor, das von den Düsseldorfer Künstlern Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm I. zu Ehren veranstaltet wurde. Wir haben seinerzeit schon ausführlich über das Fest selbst in unserem Vlatte berichtet: es mag selten eines mit soviel Geist und künstlerischem Geschmack arrangirt worden sein, wie dies. Noch jetzt bei der Lektüre der vorliegenden Festbeschreibung geht einem das Herz auf, und der Verfasser derselben versteht es, dem Leser den denkwürdigen Abend in seiner Schilderung so lebhaft vor Augen zu führen, daß man glauben möchte, ihn selbst miterlebt zu haben. Das Buch giebt uns inhaltlich, nach einer schwungvollen Widmung an den Kaiser von Deutschland, zunächst als Einleitung in kurzen Zügen die Geschichte des „Iakobischen Gartens" und des „Malkastens", alsdann folgt die Schilderung der Festvorbereitungen und danach eine ausführliche Beschreibung des Festabends selbst, an die sich die Reproduktion des „Festspiels" von E, Hoff, eines ebenso talentvollen Dichters wie hervorragenden Malers, anschließt. Die letzte Seite enthält eine Wiedergabe des kaiserlichen Handschreibens vom 8. September 1877, in welchem allen Künstlern, die beim Fest betheiligt gewesen, die höchste Erkenntlichkeit in warmen Worten ausgedrückt wird. Wir können Allen, die sich für das Künstlerleben interessiren, namentlich aber all denen, die etwa das hohe Glück gehabt haben sollten, den reizvollen Abend des 6. September u, I, persönlich in Düsseldorf miterlebt zu haben, nur auf das Lebhafteste das ebenso geschmackvolle wie interessante Buch empfehlen." Norddeutsche Allgemeine Zeitung: „Das Buch ist Sr. Majestät dem Kaiser gewidmet und wie kaum betont zu werden braucht, ein Prachtwerk allerersten Ranges. Es enthält die Geschichte des „Malkasten", die Vorbereitungen zum Feste, das Fest selbst, das Festspiel und ein Schlußwort mit dem Dankschreiben Sr. Majestät des Kaisers. Unsere hervorragendsten Künstler haben sich zusammengethan, um das anziehend geschriebene Buch mit prächtigen Illustrationen zu schmücken. Die Holzschnitte dieser Bilder, deren jedes ein Meisterwerk ist, sind von Brend'amour in Düsseldorf künstlerisch schön ausgeführt. Dem werthuollen, prächtigen Inhalte entspricht auch die äußere Ausstattung; die Einbnnddecken weisen sehr geschmackvolle, in Gold gepreßte Zeichnungen von Cremer auf und gereichen dem Ganzen zum wirksamsten äußeren Schmuck." ----------<"V-<---------- -i" Verlag von H. Vch sc Cle. in Düsseldorf. ^iederrheinische ^tadtesiegel des i2ten bis i6ten Jahrhunderts. Herausgegeben mit Unterstützung der RZnigl. preußischen Archivverwaltung und der f>rovinziulsiänd. Verwaltung der Rheinprovinz von Nr. Bernhard Indrulat. Mit 16 in Jalßendiuck llusssefüljrten Haseln eiitliaNelid 112 KiesseloMlbungen. Gerresheim >. — Rade vorm Wald 1. — 60 Seiten Imperial. Preis: eleg. broschirt 10 M. Städte - Verzeichniß. (Die den Städte-Name» beigedruckten Ziffern bedeuten die Anzahl der im Noch enthaltenen, auf die betr, Stadt bezüglichen Siegelabbildungen,) I. Freie Reichsstadt Aachen, Freie Reichsstadt Aachen 3. II. Grafschaft, Herzogthum Vera, Blcmkenberg 1. — Düsseldorf 3. — Llberfeld 2. Lennev 1. — Mettmann 2. — Monheim 1. Ratingen 2, — Siegburg 1. — Wipverfürth 2. III. Grafschaft, Herzogtum Cleve. Vüderich 1. — Lalcar2. — Cleve 2. — Cranenburg I. — Dinslaken I, — Duisburg 2. — Emmerich 1. — Grieth 2. — Griethaufen 2, — öuissen 2. — Orson 2. — Nees 2. — Ruhrort I. — Sonsbeck 1. — Uedem 1 — Wesel 4. — Hauten 1. IV. Erzbisthum, Rurfiirsteuthum Cöln. Ahrweiler 1. — Andernach 2. — Bonn 2. — Nrühl 1. — Kaisers- werth 2. — Kempen 8. — Lechenich 2. — Linz I, — Neuß 2. — Rheiiv berg 1. — Zülpich 1. V. Freie Reichsstadt Cöln. Freie Reichsstadt Lötn 6. VI. Reichsabtei Essen. Essen 1. — Steele 1. MMWMWMWMW« »4- ------------- Verlag von O. Voß ^ Cie. in Düsseldorf. —4-l VII. Grafschaft, Herzogthum Geldern (preußischer Antheil). Erkelenz 1. — Geldern 1. — Straelen 1. — Wachtendont 1. VIII. Grafschaft, Markgrafschaft, Herzogthum Iülich. Aldenhouen 1. — Bergheim 2. — Laster 1. — Düren 4, — Eus- kirchen 2. — Gängelt 1. — M.-Gladbach I. — Greuenbroich 1. — Heinsberg 1. — Iülich 2. — Montjoie 1. — Münstereifel 1. — Nideggen l. — Remagen 2. — Sinzig 2. — Sittard 1. — Susteren 2. — Wafsenberg 1. IX. Grafschaft Mark (Amt Neustadt). Neustadt 1. X. Grafschaft Moers und Herrlichkeit Lrefeld. Crefeld 2. — Moers 1. XI. Grafschaft Schleiden. Sch leiden 1, XII. Reichsabtei werden. Werden 2. _________ Deutscher Herold: „Gin treffliches, sehr empfehlenswerthes Werk, das in würdigster äußerer Ausstattung hier vorliegt. Für einen Spezialistin auf dem Gebiete der Städtegeschichte und ihrer heraldischen Embleme ist das von Endrulat mit liebevollstem Fleiß zusammengetragene Werk nahezu unentbehrlich, aber auch alle anderen Historiker jeder Art werden ihre Freude daran haben, bringt es doch eine Menge von Notizen über die verschiedensten geschichtlichen Thatsachen, die zu verzeichnen sich sonst schwerlich ein Anlaß ergiebt, über die Genealogie der bekannten hohen und regierenden Häuser und der kleineren, für weitere Kreise schon halb verschollenen Geschlechter, aber auch mancherlei Spezialill aus der äußeren und inneren Geschichte der Klöster und anderer Institute. Es wäre in der That zu wünschen, daß auch für alle anderen Provinzen ähnliche, auf amtlichen Grundlagen basirende Werke publizirt würden, sie würden in den Stadtbibliotheken und im Priuatbesitz die erfreulichste Propaganda machen für eine sachgemäße und anständige Auffassung der heimathlichen Vergangenheit, die bekanntlich leider jetzt so oft von oberflächlich und Halbgebildeten mit einigen leichtfertigen und thörichten Redensarten abgeurtheilt wird." Düsseldorfer Anzeiger: „Dieses Werk, durch welches eine wesentliche Lücke in der prouinzialgeschichtlichen und sphragistischen Literatur ausgefüllt wird, bringt in möglichst vollständiger Zusammenstellung zum ersten Male die den Zeichnungen des Malers Herrn F, E. Klein Hierselbst getreu und sauber in Farbendruck nachgebildeten Siegel der Städte Niederrheinischer Territorien. Den Abbildungen geht nach einem die Editionsprinzipien kurz darlegenden „Vorwort" der erläuternde Text des Herausgebers (S. 1—58) voran, welcher gleich den ersteren zumeist auf dem Siegel- und Urkundenbestande des Königl. Staatsarchivs hicrselbst fußt und in ansprechender, theilweise sehr eingehender Weise und an bedeutsame Momente der Entstehung und Entwickelung der menschlichen Freiheit anknüpfend, die Geschichte der Siegel mit ihrer Beschreibung und Erklärung verbindet. Ohne auf den vielfach interessanten Inhalt hier des Weiteren eingehen zu tonnen, wollen wir schließlich die sehr gewählte und geschmackvolle äußere Ausstattung hervorzuheben nicht unterlassen, welche der Verlagshandlung alle Ehre macht. Die Farbendrucke sind in der weltbekannten Anstalt von G. W. Seitz in Wandsbeck hergestellt und der im Style des ausgehenden 16. Jahrhunderts gehaltene Titel gereicht dem Buche nicht minder als der sonstige typographische Theil zur Empfehlung. Möge daher das Werk gute Aufnahme und diejenige allgemeine Verbreitung sinden, welche dasselbe durchaus verdient." -"W^- «4- U^KZW »4---------------- V Erle> Alde kirchen 2. berg 1. — Remagen ^ > Neus Cre Sä We Ve in würdigs dein Gebie Endrulat » aber auch bringt es Thatsachen, Genealogie für weitere Spezialia Institute. Provinzen sie würden gandn mac^ Vergangen! gebildeten > Düss, m der pr,^ bringt in Zeichnunge Farbendrul Den Abbi! „Vorwort" gleich den Staatsarch Weise und menschliche! und Erklär zu tonnen, Nusstattun, Ehre nmcht! in Wandsl gehaltene 5 Theil zur < Wog, breitnng si -t- ^-^s "eldorf. r Antheil), endonk 1. Mich. 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