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Verzeichniß empfehlenswerther Bücher aus dem Verlage der Königl. Hofbuchdruckerei von L. Voss & Cie. in Düsseldorf
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Verlag von L. Vos^ ^ Nie. in Düsseldorf.

Ans B>erz der Neimathl

Erziüüunl;

von

Fritz Vle^.

Mit einem Titelbild von Professor f>. Ianssen.

307 S. 8°.Preis: broschirt 5> M eleg. gebunden 6 M.

Allgemeine Zeitung:Man kann besonders der Kunstwelt und den weitenKreisen, die sich für dieselbe interessiren, das Buch als eine ungewöhnlich an-regende Lektüre schon darum empfehlen, weil es nicht nur die da herrschendenStrömungen so anziehend als anschaulich schildert, sondern weil es auch uoneiner so wurmen vaterländischen Gesinnung getragen wird. Dem Verfasser istsehr viel klarer als so vielen Künstlern, daß eine gesunde Kraft nur imgenauesten Anschluß an das nationale Leben aufblühen kann, am allerwenigstenaber möglich ist, wenn man die Ideale anderer Völker und Zeiten und ihrekünstlerische Sprache lediglich nachahmt, ohne sie auch nur irgend verdaut undin Fleisch und Vlut verwandelt zu haben,"

Vazar:Gin vortreffliches Vuch, das durch seinen dem Künstlerleben derGegenwart entnommenen Vorwurf anzieht, durch meisterliche Entwickelung undGestaltung tief innerlich interessirt und bis ans Ende festhält, am Schluß abereinen schönen ernsten Nachklang und den Neiz zu stillem Nachsinnen hinterläßt,"

Grenzboten:Was unsre Kunstartikel schon seit Jahren mit Eifer be-kämpft haben, das schwindelhafte, hohle Virtuosenthum in den bildenden Künsten,das wird hier ebenso eifrig in novellistischer Form befehdet. Indem der Ver-fasser schildert, wie ein Virtuose des Piusels, der jedes ideale Streben verlachtund nur nach den oberflächlichen Farbenkünstlern nn der Seine hinüberschielt,nach mühelos durch Reklame und Humbug erlangten Erfolgen schnell moralischund physisch zu Grunde geht, will er zugleich andeuten, daß diese ganze Kunstkein besseres Schicksal verdient, als ihr typischer, mit treffenden Strichencharalterifirter Vertreter, Ihm stellt er zu wirksamem Kontrast einen Land-schaftsmaler der idealen Richtung gegenüber, der seine Kraft aus dem Heizender Heimath schöpft und im festen Vertrauen auf die künstlerische Begabungdes deutschen Volkes mit dem Banner der nationalen Kunst dem fremdländischenWesen die Spitze bietet. Ein Försterhaus im Harz und seine waldesfrischeUmgeoung find der Schauplatz dieser Künstlernovelle, deren düstere Momentein reizvollen und begeisterten Naturschilderungen ein freundliches Gegengewichtfinden. In diesen Landschaftsbildern entfaltet der Verfasser eine nicht geringepoetische Kraft, und oft weiß er einen fo lebendigen, humorvollen Ton anzu-schlagen, daß wir nur wünschen können, dein feinsinnigen und scharf beobachten-den Kunstkritiker noch öfter als Erzähler zu begegnen."

Ztraßburger f>ost:Da macht sich doch wieder einmal eine schöpferischeund künstlerische Eigenart geltend, da begegnet man doch wieder einmal einerkräftig ausgeprägten Individualität, die entschlossen von der großen Heerstraßeabschwenkt und zielbewußt eigene Pfade einfchlügt. Wir bekennen gern, daßwir das Buch mit großem Genuß gelesen haben und jeder, der Bücher liestzu dem Zwecke, spater darüber zu schreiben, weiß, was das heißen will. DerMensch, der ein Vuch mit kritischem Auge überfliegt, um nach Schluß der